Die irische Bluesrock-Legende Eamonn McCormack hat eine neue Single mit Lyricvideo gelandet. “Living Hell”, der Auftakt des kommenden selbstbetitelten Albums, stellt sich als dermaßen düster heraus, dass es tiefschwarz bluten würde, handelte es sich um ein verletztes Wesen. Die musikalische Ausrichtung des Songs, der sich breitbeinig gegen die Gewalt erzeugende Natur von sowohl Drogenprohibition als auch institutionalisierter Kriegstreiberei stellt, könnte ihn locker die dunkelsten Tiefen des Post Metal befahren lassen. Ein neues Album mit einer bluesigen Doomballade und Passagen wie “Oh is there a dark shadow on their soul / Blood dripping from their hands yeah / Oh the devils work in this living hell” zu eröffnen, bringt Eamonn in eine gute Position auf dem Weg zum Enfant terrible des Heavy Blues Rock. Tatsächlich macht er so gern auf die für ihn typische Art seinen Marketingleuten und den branchenweit bewährten Praktiken eine lange Nase: “Ich will hier keinen affigen Funsport mit Saiten raushauen. Ich will von meiner Musik, dass sie das Leben selbst reflektiert”, erklärt der Gitarrenmeister: “In unseren Leben – in dieser Welt – fangen wir immer erst mal langsam an und kommen dann in Fahrt. Sowie unsere Wahrnehmung sich verfestigt und das Bewusstsein reift, geben wir Gas und arbeiten uns schließlich vor bis zum Glücklichsein. Ob man nun gerade geboren wurde oder soeben aufgewacht ist – so verhält es sich nun mal!” Link zum Video auf YouTube: https://youtu.be/xDtOI-H1tTM

Mit seiner neuen Scheibe “Eamonn McCormack”, die am 3. Februar 2023 weltweit erscheinen wird und bereits vorbestellt werden kann, entführt Eamonn die Hörer*innen ins aufgeladene Abbild eines Lebens als fahrender Blueskünstler. Alles auf “Eamonn McCormack” ist ineinander verzahnt: die Orte, die er besuchte, die Menschen die er zum gemeinsamen Spielen traf, die zurückgelegten Meilen und der Erfahrungsschatz, den er zu Freunden und Familie heimbrachte, immer und immer wieder. Das Ergebnis ist ein Album wie eine Handvoll reicher, fruchtbarer Erde, gemacht aus dem Besten aus allen Enden der Welt. Man kann sich dem nicht aussetzen, ohne dreckig zu werden, je nach der eigenen Definition von Dreck: Der Blues auf Eamonn McCormacks achtem Werk ist alles andere als “rein”. Genauso wenig wie der Rock oder der Indie Folk, den Eamonn bisweilen einstreut. Und wie könnten sie auch – aufgelesen, weitergetragen und ausgeformt fernab der ausgetretenen Pfade, die ihm von Horden regelkonformer, standardisierender Trittbrettfahrer zu gesäubert, zu glattgelaufen sind? Diese warme, straßenstaubige Platte ist nicht als Postkarte eines Bluestouristen zu verstehen, sondern vielmehr als Rückbesinnung eines auf verschiedensten Ebenen Reisenden, eines echten Erkunders. Die Geschichten, die Eamonn dabei über die Jahre zusammentragen konnte, werden darauf in seiner gewohnt unprätentiösen Art erzählt und nahtlos mit dem düsteren Schlamm des Delta Blues, dem saftigen Rock Südamerikas, keltisch-irischer Seele und Hendrix-lastigem Funk verwoben. Und wenn ein Loslassen angebracht ist, geht sogar eine kleine Brise sanfter Post-Metal-Atmosphäre. Eamonns Blues ist dafür bekannt, unapologetisch auf Konventionen zu pfeifen und vor allem dafür, weniger häufig ins Weinerliche abzutauchen, als es gemeinhin vom Genre erwartet wird. Stattdessen knurrt er zähneknirschend in bester Clint-Eastwood-Manier, während er mit dickhäutigem Finger auf Dinge zeigt, die ihn zuverlässig anpissen. Sei es das korrupte Waffengeschäft von Massenvernichtung über Knarren in den Händen Jugendlicher auf den Straßen bis hin zur Bewaffnung von Kindersoldaten (“Living Hell”) oder die unerträgliche Angst vor dem Ende der Menschheit auf Knopfdruck (“Angel of Love”). In “Letter to my Son” dagegen setzt Eamonn einen Brief an seinen Sohn auf und warnt ihn darin, nie der Versuchung durch Gier, Nichtachtung und Hass zu erliegen. Dabei ermutigt er ihn, sehr wohl Fehler zu machen, jedoch aus ihnen zu lernen und eventuell entstandene Wogen mit einem Vorschuss aus Freigebigkeit und bedingungsloser Liebe zu glätten. Die dazu stark kontrastierende Geschichte von “Geronimo” behandelt die traurige Lage der nordamerikanischen Ureinwohner am Beispiel der Apachenstämme und illustriert im Gesamtbild, warum es auf der Welt nicht genug Briefe leidenschaftlicher Eltern nach obigem Beispiel geben kann. Am anderen Ende des Spektrums gehört die Bühne im Tanzflächenabwetzer “Rock’n’Roll Boogie Shoes” ganz der Freude daran, das Leben in vollen Zügen auszukosten, während das funkige Stück Selbstironie “Social Media Blues” einen Blick auf Eamonns humorige Seite und die Handysucht des Gitarristen erhaschen lässt. Eamonn und seine noch recht junge Rhythmusfraktion wurden immer wieder als Modern-day Power Trio bezeichnet und Songs wie diese lassen, verbunden mit der ekstatischen Livepräsenz, erahnen, warum dieser Titel zutreffen könnte – zumindest in den Ohren der Millionen Besucher seiner explosiven Shows, die immer wieder hardrockende Biker, Bluesfans und Folkbegeisterte unter dem gleichen Dach vereinen. Und allem Ruhm des Blues-Chartbreakers zum Trotz: Ein Eamonn McCormack wird sich nie zu fein sein, ehrfürchtig niederzuknien für einen Salut an Menschen, die er für ihr Lebenswerk bedingungslos verehrt. Sein “Hats off to Lemmy” sowie “Lady Lindy”, eine Ode an die großartige Fliegerin und Pionierin Amelia Earhart, sind nur zwei Beispiele der freimütigen Shoutouts, die ihm als Zeichen von Respekt oder Dank so am Herzen liegen. Das Album “Eamonn McCormack” erscheint am 3. Februar 2023 offiziell auf allen Plattformen und kann ab sofort vorbestellt werden.

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