Credit: Vidar Logi

In ihrer Single “Atopos” und dem dazugehörigen Video setzt sich Björk auf ihre eigene Art und Weise mit der Pandemie und ihren Folgen für das menschliche Zusammenleben auseinander. Björk sagt dazu: “We all just went through an unique moment together,
where we quarantined and stayed long enough in one place that we shot down roots,
i tried to capture this feeling sonically, I described the sound to the musicians as my mushroom album: tree roots and mycelium spreading deep into the soil”
“Wir alle zusammen haben eine einzigartige Zeit durchlebt,
wir waren lange genug an einem Ort, um dort Wurzeln zu schlagen,
ich habe versucht, dieses Gefühl einzufangen, ich habe es mein Pilz Album getauft: Baumwurzeln und Pilze, die sich ihren Weg tief ins Erdreich bahnen”

Diese Single hat ihren Ursprung in der Corona-Pandemie, wie viele aktuelle Stücke. Björk geht mit diesem Thema aber deutlich abstrakter um als viele ihrer Musikerkollegen. Sie geht nicht auf die Einsamkeit oder Tragik ein, die viele in dieser Zeit gefühlt haben. Sie nimmt die oberflächlich einfach erscheinenden Themen des Sich-An-Einem-Ort-Befindens und des Verwurzeltseins und baut daraus eine Brücke zum Spannungsfeld Mensch und Natur, einem der zentralen Themen ihres kreativ-künstlerisch-musikalischen Schaffens. Die 57-jährige Isländerin stellt so ihre Musik in den Vordergrund, wohingegen die Pandemie in den Hintergrund rückt.
Die Musik von “Atopos”
Musikalisch ungewöhnlich rücken sechs Bassklarinetten in den Vordergrund. Die das harmonische Grundgerüst von “Atopos” bilden. Im Allgemeinen ist die Instrumentation eher spärlich. Ein weiterer musikalisch interessanter Fakt ist die Zusammenarbeit mit Kasymin, eine Hälfte des indonesischen Techno-Duo Gabber Modus Operandi. Sein Einfluss ist vor allem zum Ende von “Atopos” unüberhörbar.

Die Single “Atopos” ist ab sofort digital verfügbar Listen here!
Grandios: Der cineastische Video-Clip Watch here!

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