Fotos: Heiko Roth

Legenden hat die Heavy-Metal-Welt so einige hervorgebracht. Aber keine ist wie Mat Sinner. So viel Überzeugung, Herzblut und Aufopferungsgabe, so viel puren Heavy-Metal-Geist, so viel Hingabe findet man normalerweise nicht gebündelt in einer einzelnen Person. Seit 1982 frontet er die nach ihm benannte Band, eine Ausnahmeerscheinung nicht nur in der deutschen Metal-Gemeinde. 1997 machte er mit PRIMAL FEAR den Power Metal im Alleingang wieder salonfähig, als musikalischer Direktor des sagenhaft erfolgreichen »Rock Meets Classic«-Treks bringt er regelmäßig zwei verschiedene musikalische Welten und illustre Gäste gemeinsam auf die Bühne. Jetzt meldet er sich triumphal mit SINNER zurück. Drei Jahre nach dem morbiden Freudenfeuer »Santa Muerte« und unglaubliche 40 Jahre nach dem Debüt erscheint »Brotherhood« – ein massives Album, dessen Titel ebenso selbsterklärend ist wie die Mission seines Schöpfers. „Diese Band wird von einem engen Band der Freundschaft zusammengehalten“, sagt Mat Sinner. „Ohne diese Freundschaft gäbe es SINNER nicht.“ Die Band, das sind neben ihm natürlich Gitarrist Tom Naumann, mit dem Sinner seit 35 Jahren durch dick und dünn geht, Gitarrist Alex Scholpp und, seit 2018, Schlagzeuger Markus Kullmann. Mit diesen Herren, das weiß Sinner, kann er alles schaffen. Und genau davon handelt »Brotherhood«, SINNERs Achtzehnte. Es ist ein Album, das die bandinterne Bruderschaft ebenso unter dem Herzen trägt wie die Bruderschaft der weltweiten Heavy-Metal-Gefolgschaft. Mat Sinner: „Wir gehören zusammen – und dieses Album soll das zum Ausdruck bringen.“ Natürlich könnte man altklug bemerken, dass im Grunde jedes SINNER-Album den Namen »Brotherhood« verdient hätte. Doch dieses, so ist sich Mat Sinner sicher, eben mehr als alle anderen. Eine Platte, die Kämpfe dokumentiert, die Einheit symbolisiert, die Underdogs feiert und die die Metal-Subkultur ehrt. Die ureigene DNA von SINNER, der tiefste Kern, der innerste Nukleus wird auf »Brotherhood« wie selbstverständlich zu neuer Blüte gebracht. Mit Hooks, Riffs und präziser Härte revitalisiert Mat Sinner Tugenden, die er vor vier Jahrzehnten miterfand. Und auch wenn er diese Musik im Schlaf spielen kann, auch wenn statt Blut Metall durch seine Adern zirkuliert: Die Wucht, die Härte und die messerscharfen Riffs werden selbst Angehörige des innersten SINNER-Fanzirkels aus den Latschen kippen lassen. Die wilde Jagd beginnt mit dem Opener ‘Bulletproof’, einem Auftakt, der ebenso wenige Gefangene macht wie einst ‘Painkiller’ von JUDAS PRIEST. ‘We Came To Rock’ ist ein selbsterklärendes Manifest mit Schädelspalter-Riff und deftiger Härte, der Titeltrack schon jetzt eine der Hymnen des Metal-Jahres 2022 und ‘Refuse To Surrender’ ein schwerer Midtempo-Brecher, wie ein ausgestreckter Mittelfinger in all jene Gesichter, die SINNER bereits abgeschrieben hatten. Das Feuer, es lodert wundersamerweise heller denn je. Gilt auch für das epische, düstere ‘The Last Generation’, bei dem SINNER auch mal mit der Gesellschaft ins Gericht gehen. Die Marschrichtung auf »Brotherhood« ist klar: „Härter, fetter, monumentaler“, wie es Chefstratege Sinner auf den Punkt bringt. „Außerdem wollte ich einen internationalen Sound.“ Den hat er bekommen. Und zwar nicht bei irgendeinem Produzenten, sondern in Eigenregie: Mat Sinner hat das Album nämlich nicht nur geschrieben, hat nicht nur Gesang und Bass auf Band gebracht; gemeinsam mit Naumann hat er das massive »Brotherhood« gleich noch muskelbepackt und breitbeinig produziert. „Für Mix und Mastering bin ich dann aber doch zu meinem alten Kumpel Jacob Hansen gefahren“, grinst er. Den kennt man sonst natürlich von seiner arenawürdigen Arbeit für VOLBEAT. Auch SINNER hat er eine neue, hübsch zeitgeistige, gewaltige Legierung verpasst. Steht ihnen. Wer »Brotherhood« hört, wird eines schnell feststellen: So groß, so selbstbewusst, so hungrig nach dem ganz großen Auftritt klangen SINNER wahrscheinlich noch nie. Wir wissen, wie irre das klingt, aber es ist nun mal so! Außerdem haben zahlreiche Gäste die SINNER‘sche »Brotherhood« auf verschiedene Art und Weise erweitert und zum Gelingen des Albums beigetragen: Dave Ingram, Erik Martensson, Giorgia Colleluori, Lisa Müller, Mark Basile, Neil Witchar, Oliver Palotai, Ralf Scheepers, Ronnie Romero, Sascha Krebs, Stef E. & Tom Englund Die Scheibe wurde von Fronter Mat Sinner unter Beihilfe von Gitarrist Tom Naumann produziert, bei Basi Roeder (Backyard Studios) sowie Mitch Kunz (Apollo 13 Audio) eingespielt und von Jacob Hansen (Hansen Studios, Dänemark; u.a. VOLBEAT) gemixt und gemastert.

Videos:

The Last Generation: https://www.youtube.com/watch?v=RjOvK1pOs1w

Brotherhood: https://www.youtube.com/watch?v=MG0J3rbP0XI

Bullet Proof: https://www.youtube.com/watch?v=kZDeVcZWFGc&t=113s

SINNER sind:
Mat Sinner | Gesang, Bass
Tom Naumann | Gitarre
Alex Scholpp | Gitarre
Markus Kullmann | Schlagzeug
SINNER online:
www.matsinner.com
www.facebook.com/sinnerband
www.facebook.com/matsinnerofficial
www.instagram.com/mat.sinner
https://label.atomicfire-records.com/project/sinner/