Mit “Little Pretty” wird jetzt der erste Song vorab veröffentlicht…
Official Visualizer “Little Pretty”: https://youtu.be/o8H4wRglcbE

Pre-Order: https://smarturl.it/steve_vai

Die Aufnahme ist ein dunkel getöntes Fusion-Funk-Workout, das fast ausschließlich auf einer Gretsch-Hollowbody-Gitarre gespielt wird. Was Vai zu dem (zumindest für ihn) ungewöhnlichen Modell geführt hat, erklärt er so: “Sie hängt mit all den anderen Gitarren an der Wand, und ich habe sie immer nur angeschaut und gedacht: ‘Eines Tages werde ich dich spielen…'”. Er fährt fort: “Beim Schreiben der Akkordwechsel für den Soloteil und das Solo selbst habe ich tief in meinen akademischen Musiktheorie-Kopf gegraben, um eine Reihe von Akkordwechseln zu schaffen, bei denen sich die harmonische Atmosphäre bei jedem Wechsel verändert. Die dichten Akkordstrukturen erforderten eine Reihe von synthetischen Modi, um sich darin zurechtzufinden. Diese Herangehensweise entspricht der von Jazz- und Fusion-Spielern, aber ich wusste, dass ich nicht wollte, dass es so klingt, und das Solo musste absolut melodisch sein. Das Ergebnis war ziemlich kraftvoll, da der gesamte Soloteil melodische atmosphärische Veränderungen hervorruft, die sich dramatisch verändern, und trotzdem gut zusammenarbeiten.”  Im Laufe seiner mehr als 40-jährigen Karriere hat Steve Vai regelmäßig das scheinbar Unmögliche in etwas sehr, sehr Mögliches verwandelt… was im Grunde ganz schön unverschämt ist. Von seinen Tagen als Frank Zappa “Stunt-Gitarrist” bis hin zu seinen neueren, expansiven und forschenden Soloarbeiten hat Vai immer wieder die Vorstellungen von traditionellem Gitarrenspiel und Komposition in Frage gestellt – und bei mehr als einer Gelegenheit sogar selbst das Instrument neu erfunden. Was, wie er zugibt, nicht unbedingt seine Absicht ist. “Ich sitze nicht herum und sage: ‘Okay, was kann ich jetzt tun, um Grenzen zu überschreitet'”, erklärt Vai seine Herangehensweise an die Gitarre. “Was ich zu mir selbst sage, ist: ‘Okay, Vai – was wirst du jetzt tun, das dich interessieren wird, das dich faszinieren wird und das anders ist als alles, was du bisher gemacht hast?” Gleichzeitig präsentiert “Inviolate” seine fokussierteste, straffe und vielleicht belebendste Musik seit Jahren. “Es ist sehr ‘Vai’, was auch immer das heißen mag”, sagt er und lacht dann. “Jemand anders kann vielleicht besser erklären, was das ist als ich. Aber es ist einfach sehr ehrliche Musik. Denn viele meiner Platten sind lang und es gibt viele Konzepte und Geschichten, mit denen ich herumspiele. Diese Platte hat nichts von alledem. Es handelt sich um neun ziemlich dichte, rein instrumentale Kompositionen, die ich festhalten und aufnehmen wollte, damit ich sie den Fans auch live präsentieren kann.” Der hypnotische Opener des Albums, “Teeth of the Hydra”, ist eine gewundene, Latin-Fusion-angehauchte Komposition, die Vai mit einer einzigartigen Spezialgitarre schrieb und aufnahm, die er Hydra nannte. Aber die Hydra als bloße Gitarre zu bezeichnen, wäre viel, viel zu kurz gegriffen. Die Hydra wurde in Zusammenarbeit mit den Designern der Firma Hoshino (Ibanez) gebaut und basiert auf einer “Steampunk-Motiv”-Idee von Vai. Sie ist ein Biest von einem Instrument – eine einteilige Kreatur mit zwei Köpfen und drei Hälsen, die unter anderem mit sieben- und 12-saitige Gitarren, einen viersaitigen Bass, Harfensaiten, halbfreie Hälse, Single-Coil-, Humbucking-, Piezo- und Sustainer-Tonabnehmer, schwebende und Hardtail-Tremolo-Brücken, Phasensplitter und vieles, vieles mehr gespickt ist. “Es ist eine unglaublich gut gebaute Maschine”, sagt Vai. “Ich habe den Jungs bei Hoshino gesagt: ‘Alles, was ihr für konventionell haltet, macht das nicht. Das war eine Gelegenheit, brutale Kreativität auszuleben. Und sie sind darüber hinausgegangen.” Genau wie Vai mit seiner Performance. Während des gesamten Stücks setzt er die gesamte Klangpalette der Hydra ein, um einen Gitarrenpart zu gestalten, der in seiner Ausdehnung und Ausdruckskraft geradezu lebendig klingt. “Das Interessante an dem Song und der Gitarre ist, dass alles zur gleichen Zeit entstanden ist”, sagt Vai. “Es war eine dieser ‘unantastbaren’ Inspirationen – bumm!” “Ich wusste, dass ich mit der Hydra etwas schaffen musste, das wie ein echtes Musikstück klang”, fährt er fort. “Es durfte nicht nur eine Neuheit sein. Denn wenn man wüsste, was meine Hände machen und wie ich meine linke Hand benutze, um Phrasierungen zu kreieren, die funktionieren, wenn ich keine Note greifen kann, weil meine rechte Hand woanders ist… mein Gott. Aber das fertige Stück musste für sich selbst stehen. Es durfte nicht so klingen, als würde ich einfach nur mit Sachen jonglieren.” Im Laufe des Jahres 2021 wurden mehrere dieser Kompositionen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vai komponierte und nahm den Song “Knappsack” nach seiner Schulteroperation zu einer Zeit auf, als sein rechter Arm in einer Schlinge (oder, wie sein Chirurg Dr. Knapp es nannte, einem “Knappsack”) steckte und er daher nur seine linke Hand benutzen konnte, um das Stück zu spielen. Er veröffentlichte ein Video mit einer einhändigen Darbietung, das hier zu sehen ist: : https://www.youtube.com/watch?v=aMjmjXHJoPg. Er sagt lachend: “Bald darauf sah ich einige Clips von jungen Kids, die das auch schafften, was schon echt faszinierend ist.” Die bereits von ihm Anfang 2021 aufgenommenen Songs, wozu auch “Candle Power” gehört, wurden nun von einer Band unterstützt, die aus dem Bassisten Bryan Beller, Philip Bynoe und Henrik Linder, sowie Keyboarder David Rosenthal bestand. Am Schlagzeug ist Zappa-Kollege Terry Bozzio und Vinnie Colaiuta zu hören. “Eine unantastbare (Inviolate) Inspiration ist eine, die völlig rein zu dir kommt”, erklärt Vai. “Sie erscheint fast in ihrer Vollständigkeit, und man erkennt, dass sie für einen richtig ist. Da gibt es für dich keine Ausreden mehr. Du wirst nur noch die Erkenntnis haben und kannst dann deiner Kreativität freien Lauf lassen. Hoffentlich ist mir das mit dieser Platte gelungen.”
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