Bilder : EarMusic

Die Grande Dame der deutschen Rock-, Soul- und Blues-Szene wird 75. Mit den City Preachers und den Rockbands Frumpy und Atlantis feierte sie schon vor fünf Jahrzehnten internationale Erfolge, mit den Superstars B.B. King, Aerosmith, Lynyrd Skynyrd und Lionel Richie war sie auf Tournee. Tina Turner startete mit Ingas Song “I Wrote A Letter” – die andere Seite der Comeback-Single “Let’s Stay Together” – eine Weltkarriere. Und ich muss gestehen, dass ich mich als knapp 13-jähriger 1971, als ich ihr erstmals begegnete, unsterblich, nicht nur in ihre Stimme, verliebte. Das soll nicht darüber wegtäuschen, dass Inga mit Frumpy, neben Birth Control und einigen mehr zu den stilbildenden Formationen des sogenannten ‚Krautrocks‘ gehörte. Von Frumpy ging es dann weiter in einer ‚erweiterten Besetzung‘ als Atlantis und Inga prägte sicherlich mit ihrer ausdrucksstarken, intensiven Stimme, die 70er, als woh wichtiges Jahrzehnt in der Entwicklung der deutschen Rockmusik mit.
Zum Jubiläum, passend zu ihrem 75 Geburtstag am 2. August stellt sie nun auch ihre Autobiografie “Darf ich was vorsingen?” (VÖ: 01.08.2021 / Verlag: Ellert & Richter) vor und präsentiert das brandneue Studioalbum “Universe Of Dreams”.
Als Bonus zum Album wird es mit “Hidden Tracks” – nomen est omen – bislang unveröffentlichte Songs ihrer langen Karriere geben. Das Lineup dort ist sehr reizvoll, Musiker wie Keith Richards, Ronnie Wood, Mick Taylor, Helmut Krumminga (ehem. BAP) und einige herausragende Musiker*innen mehr sind zu hören. Im Einzelnen:
“Universe Of Dreams”
Die neuen Songs von “Universe Of Dreams” schrieb Inga Rumpf in den vergangenen Monaten. Sie markieren gleichsam eine autobiografische Reise zurück zu den musikalischen Wurzeln und einen optimistischen Ausblick in die Zukunft.
Stilistisch bewegt sich das Werk in jenen Genres, in   denen   sich   Inga Rumpf   seit jeher zuhause fühlt, dem Rhythm‘n’Blues, Rock, Soul und geerdetem Blues. Fühlbar entspannt und von überwiegend amerikanischen Musikern kongenial instrumentiert.
Das von dem Kölner Dieter Krauthausen (Marius Müller-Westernhagen, CAN-Studio, Conny Plank-Studio) produzierte Album “Universe Of Dreams” ist somit die Quintessenz dessen, was Inga Rumpf schon seit mehr als fünf Dekaden so erfolgreich macht. Ob Rock, Jazz, Soul, Blues oder Gospel – Inga Rumpf gelingt es, die diversen Kunstrichtungen mit ihrer unverwechselbaren Stimme zu prägen und einen individuellen Songwriter-Stil zu kreieren.  Sie komponiert, textet, singt, spielt Slide- und Akustik-Gitarre und Klavier. Mehr Inga Rumpf geht nicht.
Das Band-Lineup auf “Universe Of Dreams”: Larry Campbell (Guitars), Jack Daley (Bass), Kevin Bents (Acoustic-Guitars, Keys), Rob Clores (Hammond), Martin Ditcham (Drums, Percussions), Friso Lücht (Keys) & Riedel Diegel (Bluesharp). ‚Universe of Dreams‘ ist für mich das Blues-Rock Album dieses Jahres, eine durch die Bank gelungene, hörenswerte Produktion zum Genießen.
“Hidden Tracks”
Inga Rumpf hat in ihrer langjährigen Karriere mit zahlreichen Bands und als Solistin die meisten ihrer Songs auf Tonträgern veröffentlichen können. Aber nicht alles, was sie komponierte und textete, fand den Weg in die Plattenläden…
Einige unveröffentlichte musikalischen Perlen, die Inga Rumpf in den Jahren 1988 bis 2014 mit Musikerfreunden aufnahm und die in ihren Archiven schlummerten, möchte Inga auf dieser CD treuen Fans zu Gehör bringen. Die Songs, die jetzt auf dem Album “Hidden Tracks” erscheinen, sind beinahe ein “Zufallsfund”. Bei der Recherche zu ihrer Biografie und auf der Suche nach frühen Aufzeichnungen, ist Inga auf diese alten Bandaufnahmen in ihrem privaten Archiv gestoßen. Somit versteht sich “Hidden Tracks” durchaus auch als “Soundtrack” zu ihrem Buch.
Das Doppelalbum kann hier vorbestellt werden: https://ingarumpf.lnk.to/UniverseOfDreams
In ihrer Autobiografie schreibt Inga ausführlich über das Treffen mit den Rolling Stones-Gitarristen, die auf den ersten Titeln des Albums zu hören sind, und warum eine CD mit diesen seltenen Aufnahmen nie erschienen ist. Und ich muss sagen, toll, dass sie dieses Album gemacht hat, es ist wahrlich einzigartig und präsentiert die ganze Bandbreite ihres Könnens, well done!

In den 1990er Jahren spielte Inga mit verschiedenen Hamburger Musikern.  Mit dem Jazz-Pianisten Nils Gessinger und seiner Band entstanden spontane Aufnahmen in Ingas Home-Studio. Von diesen Sessions sind vier wunderschöne Balladen auf “Hidden Tracks”.
Aus der jüngeren Vergangenheit erzählen die Titel, die aus der Zusammenarbeit mit dem Ex-BAP-Gitarristen Helmut Krumminga resultieren, mit dem Inga seinerzeit – just for fun – ein Duo gründete und viele Konzerte spielte.  In ihrer ersten Band, den City Preachers, trommelte einst Udo Lindenberg. Mit den Rockgruppen Frumpy (“How The Gipsy Was Born”) und Atlantis war Inga Rumpf als Komponistin und Sängerin vor allem in den 1970er Jahren international sehr erfolgreich. Sie war mit Aerosmith und Lynyrd Skynyrd auf Stadiontournee in den USA. Gefeiert als die große Rock-Stimme aus Deutschland, wurde sie gleichermaßen von zehntausenden Besuchern und den amerikanischen Medien bejubelt. Bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus folgten kreative Expeditionen in deutschsprachigen Techno-Pop, Bigband-Jazz, Soul und Gospel.  Und allem drückt Inga Rumpf selbstbewusst ihr Qualitätssiegel auf: Inga – die Stimme!

INGA RUMPF – Live-Termine:
(alle Termine unter Vorbehalt bzgl. der Machbarkeit aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation)
14.08.2021, Hamburg, Fabrik – Inga ist 75!
04.09.2021, Schwerin, Speicher – Inga & Friends
11.12.2021, Oldenburg, Kulturetage – Inga & Friends
18.12.2021, Hamburg, Fabrik – Inga & Friends

Weiter Informationen unter:
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