Während Konzerte und jubelnde Menschenmengen heutzutage ein längst verlorenes Echo der Vergangenheit zu sein scheinen, bringen die melancholischen Progressive Metaller AMORPHIS einen Teil des Lebens und der unvergleichlichen Energie zurück, die viele von uns so sehr vermisst haben. Als die Aufnahmen am 7. Dezember 2019 bei ihrer speziellen Heimatstadt-Show stattfanden, wussten die Finnen kaum, dass dies eines ihrer letzten Konzerte vor dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 sein würde. Mit insgesamt 15 Tracks und einer Laufzeit von über eineinhalb Stunden nehmen AMORPHIS uns mit auf eine Reise durch ihre Vergangenheit und zeigen ihre besten Songs der letzten 30 Jahre, in denen sich die Band zu einem der besten Metal-Exporte Finnlands entwickelte.
Jetzt enthüllen AMORPHIS ein neues Lyric-Video zur Live Version ihrer Alltime Hymne “House Of Sleep” Seht das Video hier: https://youtu.be/GV01J7jqCf0
“Helsinki Ice Hall, was soll ich sagen … genau dort, wo wir als Kinder in den 80ern Bands wie Deep Purple, Iron Maiden, Metallica und viele andere gesehen haben”, blickt Tomi Koivusaari zurück, wenn er an die Show denkt. „Ich bin sicher, wir haben alle davon geträumt, eines Tages dort zu spielen. In unserer Heimatstadt Helsinki, wo alles vor 30 Jahren mit AMORPHIS anfing. Ich würde also sagen, wir alle hatten bei diesem Auftritt, der letzten Show auf unserer Finnland-Tour im letzten Jahr, ein besonderes Gefühl. Ich denke, diese Aufnahme zeigt ein sehr ehrliches Bild von uns wie wir live spielen. Im Anschluss wurde nichts mehr bearbeitet, außer natürlich mächtig gemischt und gemastert. Als ich es mir vor einiger Zeit angehört habe, habe ich gemerkt, wie sehr es vermisse, live zu spielen. Und doch haben wir keine Ahnung, wann es als nächstes wieder möglich sein wird, in dieser verrückten Situation mit Covid und allem … Also, bleibt gesund, passt auf euch auf und strahlt weiter, wir sehen uns hoffentlich bald auf Tour. Ganz sicher.“

Und so schaut es aus, nach fast anderthalb Jahren Konzertpause blicken wir hoffnungsvoll auf einen Konzertherbst. Oder vielleicht gar die ersten Konzerte schon im Sommer? „Live At Helsinki Ice Hall“ erscheint deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt, um uns auf die positive Zukunft einzustimmen, wenn wir trotz Kreuz- und Querdenkern und dem Öffnungsdruck der Industrie die Pandemie einigermaßen im Griff haben. Da macht „Live At Helsinki Ice Hall“ für ein Live-Album vieles richtig, der Sound ist unbearbeitet, authentisch und hervorragend transparent abgemischt – wir haben sofort das Gefühl, dabei zu sein. Hinzu kommt der Fakt, dass „Live At Helsinki“ eine der letzten Aufnahmen mit Live-Publikum war. Es gab in den vergangenen Wochen und Monaten viele Live-Mitschnitte und Streaming-Events aus Studios oder verwaisten Hallen, aber ohne den Jubel und Applaus der Fans macht es letztendlich nur halb so viel Spaß. Hier gibt es dann endlich wieder die gewohnte Atmossphäre, das Publikum schreit, klatscht und singt vor allem im Finale von „House Of Sleep“ lautstark mit. Frontmann Tomi Joutsen geniesst dann auch diese enthusiastische Unterstützung und zeigt sowohl bei Klassikern wie „Against Widows“, „My Kantele“ oder „Black Winter Day“ als auch bei aktuellerem Material Mark „The Golden Elk“ eine nahezu makellose Performance. Von markigem Growl bis zum intensiven Gesang, Joutsen ist vielleicht eines der Highlights dieses Konzertmitschnitts. Daneben immer wieder markant und stilbildend ist das Gitarrenspiel von Esa Holopainen, das von filigranen Passagen bis zu treibenden Riffs immer wieder das Fundament des Sounds von Amorphis vorgibt. Mehr zu ihm und seinem Soloprojekt Silver Lake gibt es im Laufe der Woche zu lesen. Bleibt mir nur noch an dieser Stelle zu sagen, „Live at Helsinki Ice hall“ ist nicht nur wegen der aktuellen zeit zu empfehlen, sondern vor allem, weil das Live-Album überzeugend die grandiose bandbreite dieser herausragenden Prog-Metal formation aus finland wiedergibt.

“Live At Helsinki Ice Hall” erscheint als 2-CD-Digipak und als Download / Stream.
Die 2LP-Version dieser Show ist exklusiv im Boxset „Vinyl Collection 2006 – 2020“, das ebenfalls heute erscheint.
Seht ebenfalls:
“Daughter Of Hate” (Lyric Video): https://youtu.be/cxgn3lEWnTI

AMORPHIS sind:
Tomi Joutsen | vocals
Esa Holopainen | guitars
Tomi Koivusaari | guitars
Santeri Kallio | Keyboards
Olli-Pekka Laine| bass
Jan Rechberger | drums

AMORPHIS online:
www.amorphis.net
www.facebook.com/amorphis
www.instagram.com/amorphisband
www.nuclearblast.de/amorphis