Der schwedisch-amerikanische Sänger Nad Sylvan veröffentlichte dieses Wochenende über InsideOutMusic sein neues Album “Spiritus Mundi”. Das Werk basiert auf Gedichten des Nobelpreisträgers William Butler Yeats und stellt Sylvans erste LP seit Abschluss seiner Vampirate-Trilogie dar. Als Gäste sind u.a. Steve Hackett, Tony Levin, Jonas Reingold, Mirkko De Maio zu hören sowie an chinesischer Flöte und Oboe Kiwi Te Kanna. Zusammen mit dem amerikanischen Songschreiber und Multi-Instrumentalisten Andrew Laitres (Magus, The Murder Tree) entwickelte er das Songmaterial für sein aktuelles Werk „Spiritus Mundi“. Die Beidentrafen sich dabei nur zwei Mal persönlich im Umfeld der Steve-Hackett-Tourneen (Nad Sylvan ist seit einigen Jahren der Sänger von Steve Hackets Band). Also lief die Zusammenarbeit von Sylvan und Laitres fortan wie auch bei vielen anderen Projekten im letzten Jahr dank der Pandemie rein virtuell.

Und ich muss sagen, die Zusammenarbeit der beiden Multiinstrumentalisten hat mich überrascht. Während ich die Musik Nad Sylvans bisher zwar als durchaus anspruchsvoll, sowohl inhaltlich als auch musikalisch empfand, so war es doch immer sehr opulent, Getragen von der herausragenden Stimme. Dieses markante Organ dominiert auch hier die insgesamt neun Stücke. Stilistisch ist jede Menge sinfonische Melodik in gewohnter Spielart zu hören. Doch der grundsätzliche Ansatz von Andrew Laitres wirkt wesentlich songdienlicher und weniger opulent. So wird fast komplett auf ausschweifende Instrumentalparts verzichtet und mehr auf fließende, zerbrechliche Stimmungen geachtet und die Stimme und textliche Interpretationen von Nad Sylvan betont. Gleichfalls ist Andrew Laitres als (sich zurückhaltende) zweite Stimme im Mix zu hören. Wobei sein zurückgenommener Gesang einen angenehmen Kontrast zum gelegentlich leicht exaltierten Gesang seines Kollegen bildet.Perfekt zum Inhalt passend wird die Atmosphäre sowohl von akustischen Momenten, als auch einer passenden Orchestrierung bestimmt. Getragen von akustischer Gitarre und Streichern wirkt alles wesentlich natürlicher, weicher und zurückhaltender als auf den bisherigen Soloalben von Nad Sylvan. Alles in allem, ein sehr besinnliches Album, das nachgerade fast zum Träumen einlädt, für mich seine bisher überzeugendste Soloproduktion.

Videos:

The Hawk: https://youtu.be/RIaMtZI-Oa8

“The Stolen Child”: https://youtu.be/hpyJeTgEi2A

Album Line-Up:

Nad Sylvan – lead & backing vocals, keyboards, orchestration, electric & acoustic guitar, bass, drums, programming

Andrew Laitres – lead and backing vocals, acoustic nylon, steel and 12 string guitars, additional keyboards

Tony Levin – bass

Steve Hackett – 12 string guitar

Neil Whitford – electric guitar, slide guitar

Jonas Reingold – bass

Mirkko De Maio – drums, congas

Steve Piggot, additional electric guitar K

iwi Te Kanna – oboe, chinese flute

Online:

http://www.nadsylvan.com/

https://www.facebook.com/Nadsylvanartist

https://twitter.com/sylvanofficial