Picture credits: studio photos (c) Tina K open air live (c) Paul Bossenmeier indoor live photos (c) Andy Jarvis mit red bass: Rios Guitars

Liegt es nun an der Pandemie oder ist es einfach Zufall, dass das Jahr 2021 mit einer Vielzahl neuer Veröffentlichungen der Rock-heroen aus den 70/80er Jahren startet? Sei es drum, mich freut es und weckt großartige Erinnerungen. So auch bei dem gerade erschienen neuen Album The Devil In Me der ‚Queen des Rockbasses‘ Suzi Quatro. Und für mich auch ein willkommener Anlass nach vielen Jahren endlich einmal wieder mit einer Musikerin zu sprechen, die nicht nur die Geschichte des Rock mitgeprägt hat, sondern immer noch auch live begeistert.

Bei ‚The devil in Es muss sich um eine ganz besondere Veröffentlichung handeln, wenn Suzi Quatro verkündet: „The Devil In Me ist das beste Album meiner Karriere!“ Denn leichtfertig würde die amerikanische Rocksängerin solche Superlative wohl kaum in den Mund nehmen. Suzis Begeisterung für ihr neuestes Werk hat viele Gründe, genau genommen 12. Denn exakt ein Dutzend Songs befinden sich auf The Devil In Me, auf dem vom Opener/Titelsong bis zum finalen ‚Motor City Riders‘ jede Nummer ein echtes Highlight ist. Die Gründe für Suzis bemerkenswerte Kreativexplosion: sind tatsächlich einerseits der Lockdown, der sie ab Frühjahr 2020 von ihrem gewohnten Tourleben abhielt, andererseits die erneute Kooperation mit ihrem Sohn Richard Tuckey, die bereits auf dem Vorgänger No Control glänzend funktioniert hat. Suzi: „Ab Frühjahr 2020 wurden fast 100 meiner Shows gecancelt, und auch Richard wäre eigentlich mit seiner Band unterwegs gewesen, wenn nicht alle Konzerte abgesagt oder verschoben worden wären. Also sagte ich zu ihm: ‚Wir sollten die freie Zeit nutzen, um neue Songs zu schreiben und uns von dem inspirieren lassen, was sich in der Welt derzeit abspielt.‘ Ich wusste, dass Richard und ich ein tolles Team sind, denn No Control war ein riesiger Erfolg und eine für uns ganz besondere Scheibe. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir sie sogar noch übertreffen könnten. Doch alle, die The Devil In Me gehört haben, und diejenigen, die am Vorgängeralbum beteiligt waren, sagten uns: ‚Diese Scheibe ist noch stärker!‘“
So finden sich den auch auf dem Album vor allem traditionelle Rock-Nummern, bei denen Suzi sicher nicht mehr ganz so steinerweichend singt wie vor fast 50 Jahren, aber immer noch die richtigen Töne (und Stimmungen) trifft. The Devil In Me umfasst ein Dutzend perfekt produzierter Stücke, von denen der Titel-Track ‚The Devil In Me‘, ‚Hey Queenie’, ‚Get Outta Jail’ oder ‚Motorcity Riders’ das Rock-Herz pulsieren lassen, wo mit dem bluesigen ‚Isolation Blues’ oder dem ­ruhigen ‘Loves Gone Bad’ aber auch andere Saiten aufgezogen werden. Auffallend auch das von feinen Piano- und aufreizenden Saxophon Klängen unterlegte ‚In The Dark‘, hier zeigt sich Suzi von ganz unterschiedlichen Seiten. „Richard wollte für das Album einen thematisch roten Faden, damit alles zusammenpasst, egal welchen Song man gerade hört. Er sagte, dass die Scheibe genauso wichtig und bahnbrechend werden soll wie meine allererste. Mit diesem Ziel sind wir an die Arbeit gegangen, und haben es tatsächlich erreicht.”

Aber es wäre nicht Suzi, wenn wir nicht auch im Gespräch auf ihr wichtiges Stilmittel gekommen wären, den Bass, von dem sie mal vor Jahren sagte, sie liebe diese Instrument, weil sein Klang direkt im Zentrum des Körpers zu spüren sei. Sie ist bekannt für den Fender Bass, von dem  sie einen Reissue Fender Precision Bass und manchmal ihren originalen Precision von 1957 (meinem Geburtsjahr), im Studio nutzt. Auf der Bühne spielt sie dann den Fender Jazz Bass. Dazu kommt der Red Bass, den ihr Benjamin E. Rios von Rios Guitar aus Ohio speziell gebaut hat. Sie freut sich dabei auch auf das neue Modell ‚The Wild One‘ das Benjamin gerade für sie baut (wir werden demnächst dazu berichten). Mehr Infos dazu gibt es unter: https://www.facebook.com/Rios-Guitar-Co-LLC-104930380871410/photos/?ref=page_internal

Wichtig war es ihr auch zu betonen, wie sehr es sie stört, gerade nicht mehr ‚On the road‘ sein zu können, den sie genießt nichts mehr, wie den Kontakt zum Publikum. Sie hofft endlich wieder im Mai nach deutschland kommen zu können, den am 9 Mai soll in Dessau die nächste Tour starten. Aber wie sagt sie, es ändert sich von Tag zu Tag mit den bestätigten Terminen, solange uns die Pandemie noch im Würgegriff hat. Im folgenden trotzdem die geplanten Termine.

SUZI QUATRO live

2021

09.05. DE-Dessau – Anhalt Arena

10.05. DE-Dresden – Kulturpalast

14.05. DE-Mönchengladbach – Red Box

17.05. DE-Berlin – Friedrichstadtpalast

22.05. DE-Siegen/Hilchenbach – KulturPur

28.05. DE-Stuttgart – Liederhalle

26.06. DE-Neuleiningen – Burgsommer

01.08. DE-Seebronn – Rock of Ages Festival

04.08. DE-Monschau – Burg Monschau

14.08. DE-Mülheim – Freilichtbühne

21.08. DE-Rust – Europa Park

03.09. DE-Cottbus – Stadthalle

04.09. DE-Zwickau – Stadthalle

05.09. DE-Dexheim – Kultur auf dem Hof

03.10. DE-Neuruppin – Kulturkirche (ausverkauft)

06.11. DE-Mannheim – Rosengarten

18.12. DE-Leipzig-Arena

2022 

30.04. DE- Obertraubling – Airport-Eventhall

27.05. DE-Wuppertal – Historische Stadthalle

28.05. DE-Dillingen – Lokschuppen

03.06. DE-Ulm – CCO Halle

15.10. DE-Fulda – Esperantohalle

16.10. DE-Augsburg – Kongress am Park

20.10. DE-Friedrichshafen – Graf Zeppelin Haus

Videos:

„I Sold My Soul“ https://youtu.be/jaTMX2fb2mM

“The Devil In Me”! https://youtu.be/7klLUVWXAo0

Info:

www.suziquatro.com

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https://www.instagram.com/suziquatroreal/?hl=de

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