Mit ‚Steinerner Himmel‘ beendet N. K. Jemisin ihre faszinierend düstere Trilogie über das Sterben einer Zivilisation. Eigensinnig und exotisch ist nicht nur der Inhalt. Auch ihre Figuren und Charaktere sind einzigartig und gehen symbiotisch in die finstere Kulisse über

Essun ist eine Orogene. Sie gehört zu der kleinen Gruppe von Menschen, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Sie kann sich in Materie gedanklich einbringen und diese beeinflussen. Die Orogene nehmen innerhalb der Menschen eine gefürchtete und ungeliebte Außenseiterrolle ein. Rochas werden sie abfällig genannt. Um ihre Fähigkeiten zu fördern und zu kontrollieren leben die Orogene normalerweise eingesperrt in einer Art Internat. Essun lebt ein unauffälliges Leben, denn sie verbirgt ihre Fähigkeiten. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Unglücklicherweise besitzen auch ihre Kinder diese Gabe. Als ihr Mann dies bemerkt, tötet er den Jüngsten. Ein Riss geht durch die Erde und löst eine Eiszeit aus. Essun ist immer noch auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter Nassun. Ihr Vater ist mit ihr zusammen auf der Flucht vor der Eiszeit. Bei dem Versuch auch sie zu töten, wendet Nassun Origenie an und tötet ihn. Während die Zehnjährige von einem Mentor begleitet auf einer Suche nach einer Jenseitsverbindung ist, befindet sich Essun auf dem Weg zu einer sicheren und bewohnbaren Behausung. Essun glaubt, dass der riss seine Ursache im Verschwinden des Mondes hat. Vater-Erde ist zornig, wegen dem Verlust seines Kindes. Da Nassuns Fähigkeiten stärker sind, als ihre eigenen, hofft sie auf ihre Hilfe, um den Mond zurückkehren zu lassen und Vater-Erde zu besänftigen. Doch Nassun ist durch die Ereignisse schwer traumatisiert. Der Mord an ihrem Vater, der sie wegen ihrer Fähigkeiten töten wollte, lastet schwer auf ihrer Kinderseele. Sowohl Nassun als auch Essun fühlen sich einsam und sehr schlecht behandelt vo den Menschen, die sie zeitlebens ausgrenzten und sie wie aussätzige Sklaven behandelten. Nassuns größter Wunsch ist es, diesen Ungerechtigkeit zu beenden. Sie wünscht sich, dass die Erde brennt.

Knaur TB

432 Seiten, 14,99 €

ISBN: 978-3-426-52517-3

Übersetzt von: Susanne Gerold

Nora K. Jerisim ist eine amerikanische Fantasy-Autorin, die in Brooklyn lebt. Sie ist bekannt als Bloggerin zu feministischen und politischen Themen. Seit 2004 publiziert sie zu diesen Themen auch Fantasy- und Science-Fiction Literatur. Ihr Erstlingsroman The Hundred Thousand Kingdoms von 2010 wurde mit dem Locus-Award als bestes Debüt geehrt. In der Folge wurde sie mehrfach für den Hugo- Award und den Nebula-Award nominiert. Ihre Romane The Fifth Season und The Obelisk Gate wurden 2016 bzw. 2017 jeweils mit dem Hugo ausgezeichnet. Sie ist damit die erste afroamerikanische Autorin, die den Hugo Award in der Kategorie Bester Roman erhielt The Stone Sky wurde 2018 mit dem Hugo Award und dem Nebula Award als Bester Roman ausgezeichnet und erhielt ebenfalls 2018 den Locus Award in der Kategorie Fantasy.