Bilder Ditta Capion

Anne Mette Hancock, der junge, neue Stern am Thriller-Autorenhimmel Skandinaviens – frisch, frech und vor allem nordisch-spannungsgeladen kommt sie daher. Inhaltlich ist der Vergleich mit Stieg Larson durchaus gestattet.

Heloise Kaldan ist Investigativ-Journalistin beim ‚Demokratisk Dagblad‘ in Kopenhagen. Sie ist Mitte 30, intelligent, mutig und hat sich als Journalistin einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. Ihr letzter Artikel über die skandalösen Bedingungen bei der Herstellung von bei einer der größten dänischen Modeketten war jedoch ein Flop und hätte sie fast den Job gekostet. Die Informationen ihrer vermeintlich sicheren Quelle entsprachen nicht der Wahrheit. Entsprechend vorsichtig agiert sie, als sie merkwürdig kryptische Briefe von einer seit Jahren gesuchten Mörderin erhält. 2016 wird der Sohn eines der reichsten Geschäftsmänner Kopenhagens ermordet. Überwachungskameras überführen Anna Kiel, eine junge Frau, als Mörderin. Sie ist seitdem spurlos verschwunden. Erik Schäfer, der ermittelnde Hauptkommissar, ist über den Inhalt der Briefe mindestens so irritiert wie Heloise. Doch als ein Kollege Kaldans ermordet wird, Die gesuchte Mörderin beendet alle Briefe mit einem Zitat einer verbotenen Liebe aus dem Mittelalter. Recherchen ergeben, dass ausgerechnet Heloises Vater ein Buch darüber herausgegeben hat. Der Vater ist Historiker und verbüßt seit Jahren eine Haftstrafe in einem üblen Pariser Gefängnis. Kinderpornographie lautete die Anklage, die der Vater beschämt und reumütig gesteht. Heloise ist damals wie vom Donner gerührt, als sie davon erfährt. Er Vater hatte ihr eine liebevolle und behütete Kindheit beschert. Niemals hätte sie ihm eine solche tat zugetraut. Angewidert wendet sie sich von ihm ab. Doch Anna Kiel lässt nicht locker. Schließlich lockt Anna Heloise nach Paris in das Gefängnis, in dem ihr Vater seine Strafe absitzt. Sie trifft sich zu einem Gespräch mit ihm. Ihr Vater hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium und seine Tage sind gezählt. Er möchte klaren tisch machen und nennt Ross und Reiter des Pädophilen-Rings, dem er damals angehörte. Vor allem aber erzählt er, welche Rolle Anna Kiel damals spielen musste.

Verlag: FISCHER Scherz

400 Seiten,

ISBN: 978-3-651-00093-3

Übersetzt von: Karoline Hippe

Anne Mette Hancock ist ein junger Star der skandinavischen Krimi-Szene: Ihre Kopenhagen-Thriller um die Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und den Kommissar Erik Schäfer sind Platz-1-Bestseller in ihrer Heimat Dänemark und werden in viele europäische Sprachen übersetzt. Für die Romane wurde die Autorin mehrfach ausgezeichnet. Anne-Mette Hancock studierte Geschichte und Journalismus in Roskilde und arbeitete als freie Journalistin für Tageszeitungen und Magazine. Sie stammt aus Gråsten an der dänischen Ostseeküste, lebte in Frankreich und den USA und wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Kopenhagen.