Bilder – Nuclear Blast & Wolf Hoffmann

In den 70er Jahren gründeten sich zwei Bands in Deutschland, die in den 8oern nachhaltig die Welt des Hard Rocks beeinflussen sollten und so etwas wie die Paten des Heavy Metal darstellten, Accept und die Scorpions. Accept traf ich erstmals 1976 oder 77 bei einem ihrer ersten Gigs im Haus der Jugend in Solingen und verfolgte auch journalistisch die wechselvolle Geschichte dieser herausragenden Band, die an diesem Wochenende mit ihrem nunmehr 16. Studioalbum „Too Mean To Die“ mal wieder eine deutliche Duftmarke des Heavy Metal setzen.

Endlich ist das Album da, wie mir Wolf Hoffmann bei unserem Gespräch in der letzten Woche erzählte, den es gab nicht nur eine durch die Corona-Pandemie erzwungene Produktionspause im letzten Frühjahr, es wurde dann kreativ und unter Einsatz moderner Kommunikationsmittel gearbeitet und schließlich auch die ebenfalls Pandemie bedingte Produktionsverzögerung im Presswerk überstanden. Aber schließlich bedeutet der Titel des neuen Albums „Too Mean To Die“ auf Deutsch „Unkraut vergeht nicht“, was hiermit eindrucksvoll bewiesen wäre.

Wolf Hoffmann der im 46. Jahr der Accept Historie das letzte noch verbliebene Gründungsmitglied ist, hat nicht nur mit seiner Musik und als Mastermind von Accept seine deutliche Duftmarke gesetzt, er war in den Band Pausen als gefragter Photograph aktiv und gehörte zu den Gitarristen, die mit dem ‚Flying V‘ Model ein neues Bild bei den Hard Rock/Heavy Metal Gitarristen etablierten. „Damals gab es halt nur die Wahl zwischen Les Paul und Stratocaster, ich war schon immer eher der Stratocaster – Spieler, als dann aber die „Flying V‘ auf den Markt kam, benutzten wir sie für unsere Live-Gigs, weil das einfach Klasse aussah“, so Wolf. Fortan gab es eine Zweiteilung, auf der Bühne rockten sie mit der ‚Flying V‘ und im Studio kam dann die Stratocaster zum Einsatz. Bis Wolf dann bei dem letzten Neustart von Accept 2009 auf Hans Peter Wilfer von Warwick/Framus traf, der ihm eine ‚Flying V‘ Modell sozusagen auf den Leib schneiden ließ. Die Markneukirchener Gitarrenbauer sind für ihre ausgefeilte Modellpolitik bekannt, so gibt es die Gitarren & Bässe immer in drei Versionen, als Masterbuild werden die absoluten Topinstrumente komplett im Stammhaus gefertigt, die günstigeren Teambuilt Modelle werden dort zusammengebaut und die günstigen Artist Modelle werden komplett unter Kontrolle des Stammhauses in China gefertigt und in Markneukirchen endabgenommen. Das Endorsement Modell von Wolf Hoffmann ist im Prinzip ein Hybrid Modell zwischen Stratocaster und Flying V, es verfügt über die lange Fender Mensur, Floyd Rose System, Single Coil Pickup in der Halsposition und den Contoured Body. Wolf Hoffmann hat inzwischen mehrere unterschiedlich designte Modelle der WH1, darunter zwei, die passend zu den Covern der letzten beiden Alben designt sind. Auch passend zum neuen Album wird es ein Modell geben, wir sind allerdings bescheiden und haben bei Hans Peter Wilfer das Modell aus der Artist-Linie angefragt, weil wir es Euch demnächst im Test vorstellen möchten.

Seit 2009 wird der Sound von Accept auch maßgeblich mit geprägt von Mark Tornillo, der diesem Album nun bereits zum fünftem Mal seinen unvergleichlichen gesanglichen Stempel aufdrückte, er er: „Nach dem für uns alle weltweit so grausamen Jahr 2020, sind wir froh, dass wir den Fans unser neues Album präsentieren können. Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen. Und wir freuen uns darauf, hoffentlich bald schon wieder vor euch auf der Bühne zu stehen und in eure strahlenden Gesichter zu blicken, während wir gemeinsam mit euch abrocken. Keine Frage: The Best Is Yet To Come.“ Ganz nach dem Motto der mitreißenden Ballade, bei der Tornillo zur Höchstform aufläuft. Dass Mark wie kein Zweiter screamen kann, weiß die Metal-Welt, doch hier zeigt sich eindrucksvoll, dass der Frontmann auch grandios singen kann. „Mark hat diesen für uns eher ungewöhnlichen Song umwerfend gut gesungen. Das Fantastische an Mark ist ja, dass er nicht nur die typischen Metal-Screams beherrscht, sondern auch melodisch und schön singen kann. Dies stellt er in diesem Song unter Beweis“, schwärmt Chef-Gitarrist Hoffmann von seinem Sänger. Aufgenommen wurde in der „Weltmusikhauptstadt“ Nashville (USA), produziert hat ein weiteres Mal der britische Meister-Produzent Andy Sneap (u.a. JUDAS PRIEST, MEGADETH), der auch diesmal wieder (wie immer seit 2010) für den richtigen ACCEPT-Mix sorgte, streckenweise Corona bedingt aus dem UK per Internet. Neu mit dabei, somit erstmals auf einem ACCEPT Album zu hören, ist Philip Shouse (u.a. GENE SIMMONS BAND). Der US-Gitarrist liefert sich heiße Duelle mit Wolf Hoffmann, während Uwe Lulis das Gitarren-Trio perfekt macht und für den richtigen Rhythmus sorgt. „Phil war bei unserem Orchester-Projekt dabei und hat auch live komplett überzeugt. Wir haben sein großes Talent sofort erkannt und ihn einfach nicht mehr gehen lassen“, erklärt Hoffmann. Überhaupt kommt bei diesem Album mal wieder Wolf Hoffmanns Liebe zur Klassik zur Geltung, nicht nur bei einzelnen Riffs, sondern auch bei dem für mich musikalischstem Stück dem rein instrumentalen ‚Samson And Delilah‘ bei dem Wolf zwei klassische Themen in einem Stück zu einer perfekten Symbiose verschmolzen hat und das den würdigen Abschluß des Albums mit seinen 11 überzeugenden titeln bildet. Wie abwechslungsreich die ACCEPT Gitarren-Armee auf dem neuen Album agiert, zeigten schon die drei vorab veröffentlichten -Singles ‘The Undertaker’‘Too Mean To Die’ und ‘Zombie Apocalypse’. Für das Songwriting des Albums zeichnete auch diesmal federführend das con-geniale Duo Hoffmann und Tornillo verantwortlich, die nach Aussage von Wolf mit „Too Mean To Die“ den bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens erreichten. Hinzu kommt, dass ACCEPT mit dem Bassisten Martin Motnik einen weiteren starken Neuzugang verpflichtet haben, der laut Wolf Hoffmann „auf Anhieb auch gleich gute eigene Songideen mit eingebracht hat“. Motnik sorgt gemeinsam mit Christopher Williams, dem „Powerhouse“ an den Drums, für das fette Fundament im unverkennbaren Sound von ACCEPT.

Mit “Too Mean To Die” spielen ACCEPT ein weiteres Mal ganz vorne in der Champions League des Genres mit. Wolf Hoffmann & Co. präsentieren mit diesem Album wahrlich ein Album elf Meisterwerken, elf Songs für die Ewigkeit! Virus hin oder her… Denn, so Wolf Hoffmann„We are too mean to die! Unkraut vergeht nicht! ACCEPT lassen sich nicht unterkriegen!“

Und das Trotz eines weiteren Missgeschicks bei der Veröffentlichung. Denn nach Virus bedingter Pause und VÖ Verschiebung vor dem Hintergrund, dass Mensch sicher stellen wollte, dass alle Fans zum VÖ am 29.01.2021 sicher beliefern werden können, ist jetzt neben Corona noch der Brexit auf den Plan getreten und hat erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Teile der Vinyl Boxen und Editionen hängen – unvorstellbar, aber wahr – seit über zwei Wochen im Zoll. Damit müssen einige Fans noch etwas warten, bis die von ihnen bestellten Meiterwerke eintreffen.
In diesem Sinne: THE BEST IS YET TO COME!
Hier könnt ihr euch das Album sichern: http://nblast.de/Accept-TooMeanToDie
Und hier hast Du sogar die Chance, noch eines dieser Alben zu gewinnen: www.accepttoomeantodie.com

Mehr zu “Too Mean To Die”:
‘The Undertaker’ OFFICIAL VIDEO: https://youtu.be/DQy6npwdwsY
‘Too Mean To Die’ OFFICIAL LYRIC VIDEO: https://youtu.be/tHwCTnH5_Z8
‘Zombie Apocalypse’ OFFICIAL VISUALIZER: https://youtu.be/eSS10DNhI0c

ACCEPT sind:
Wolf Hoffmann – guitar
Mark Tornillo – vocals
Uwe Lulis – guitar
Philip Shouse – guitar
Martin Motnik – bass
Christopher Williams – drums

ACCEPT Online
www.acceptworldwide.com
www.facebook.com/accepttheband
www.nuclearblast.de/accept