Eva Siegmund hat ein waches Auge, mit dem sie die aktuelle Entwicklung Berlins beobachtet und in ihrer bizarren dreiteiligen Thriller-Serie ‚Utopia Gardens‘ fortschreibt, ‚Sodom‘ ist der erste Band. Dystopisch, düster und inmitten der einstigen Prachtbauten Berlins, die vor sich her faulen spielt diese Geschichte.

Berlin in circa 100 Jahren. Alt-Berlin, das heutige Mitte, und Umgebung sind für Otto-Normalverbraucher unbewohnbar geworden. Um Berlin hat sich ein Gürtel gebildet, genannt Neu-Berlin. Moderne Wohnungen, die von der Polizei noch erfolgreich beschützt werden können, beherbergen das Berliner Volk. In Alt-Berlin herrscht das Verbrechen in jeder vorstellbaren, bizarren Form. Zwar gibt es auch dort eine Polizeiwache, die „Der Käfig“ genannt wird. Er ist aufwendig umzäunt, nicht etwa, um Ausbrüche zu verhindern, sondern, um das Gebäude vor Vandalismus zu schützen.  Die Keimzelle der Alt-Berliner Kriminalität bildet ein riesiger Gebäudekomplex, Das „Utopia Gardens“. Tagsüber getarnt als familienfreundlicher Zirkusverwandelt er sich nachts zu einer Ansammlung von Clubs, Bars und Casinos, die wirklich jedes niedere menschliche Bedürfnis befriedigen. Der „Käfig“ ist für Berlins Polizisten nicht gerade der Lieblingseinsatzort. Und trotzdem versucht Birol Celik das Beste daraus zu machen. Doch seit dem Mord an seinem Vater, der auch Polizist im „Käfig“ war, fällt es ihm zunehmend schwer, denn die Ermittlungen zum Mord sind eingestellt und der Täter nicht ermittelt. Birol erfährt eine merkwürdige Beförderung. Er wird zur Mordkommission berufen, als Leiter eines sehr kleinen Teams. Es besteht aus lediglich zwei jungen Frauen. Laura, alias Martha, ist eine Hamburger Polizistin, die im Käfig den Mord an ihrer besten Freundin aufklären möchte. Raven, die Zweite im Bunde, soll dort ihre Strafe abarbeiten. Sie wurde dabei erwischt, wie sie eine Polizistin bestehlen wollte. Doch Raven ist mehr als eine harmlose Diebin. Ihr Arbeitsfeld ist das illegale Herstelln von Prothesen mit besonderen Eigenschaften. Das §Garden“ ist ihr Tzhause und dessen Mitarbeiter ihre Familie. Einer der ersten Einsätze dieses kleinen Teams ist die Teilnahme an einer razzia, die völlig aus dem Ruder läuft. Doch auf welche unfassbaren geheimnisse die Drei bei ihren Ermittlungen stoßen, ist selbst für das 22. Jahrhundert atemberaubend.

Knaur TB

368 Seiten, 12,99 €

ISBN: 978-3-426-52475-6

Eva Siegmund 1983 in Bad Soden geboren. Sie arbeitete als Kirchenmalerin, Juristin und Verlagsmitarbeiterin, bevor sie sich voll und ganz dem Schreiben widmete.Seit 2014 ist sie freie Autorin. Für ihre Romane hat sie bereits zahlreiche Preise gewonnen. Sie lebt in Berlin. Weitere Infos zur Autorin unter www.evasiegmund.de.

http://www.evasiegmund.de