Photo Credit – Søren Solkær

Bereits am 27. November veröffentlichten THE NEW MADNESS mit “After Hours” ihr Debütalbum. Und das hat es in sich, es klingt so, als wären die Jungs schon seit vielen Jahren auf den amerikanischen Highways unterwegs und hätten schon diverse Alben veröffentlicht. THE NEW MADNESS lebt denn auch das internationale Leben und die Bandmitglieder kommen aus gleich 4 verschiedenen Ländern, einfach gesagt – ein Däne, ein Deutscher ein Kanadier und ein Franzose treffen sich in Berlin und kreieren mit ihrem Debüt AFTER HOURS ein absolut mitreißendes, tanzbares, groovendes Rock- Album. Die Basis sind klassische Rock – Blues – Garage Elemente, in Songs gegossen aber letztlich nicht unähnlich dem tanzbaren Rock den auch The Black Keys spielen, mit einer gewissen skandinavischen Note wie man sie von vielleicht von den HIVES kennt (was nicht ganz verwundert, denn Mastermind Bjarke Sørensen kommt ursprünglich aus Dänemark.

Über die Arbeit am Album, welches ursprünglich als EP geplant war, sagt Frontmann Bjarke Sørensen“Every song on the album was a melody I couldn’t get out of my head for a period of time. If I finish a song, it’s because I think it’s great; otherwise, it falls by the wayside at some point in the creative process.”

Für die Aufnahmen zogen sich die vier Jungs nach Dänemark in die Einsamkeit des Nordens zurück und kamen mit 12 Songs in die Zivilisation zurück. Den Anfang auf After Hours macht ihre Debütsingle “Lovesick”. Eingeleitet von einem gefühlvoll gespielten Schlagzeug folgt die volle Breitseite, ehe die Bands dann volle Geschütze auffährt und mit eingängigen Gitarrenriffs, begleitet von souligen Elementen das Thema vorgibt. Sehr schön kontrastieren hier die ruhigen Parts des Songs mit der vollen Power des Refrains. Aufregend geht es mit “Night Watch” weiter in dem das Schlagen einer Uhr simuliert wird. Es folgt mit “Better Than That” ein Song, der sich so richtig schön dreckig nach Südstaaten Rock anhört. Mit “New Madness” folgt dann der Track, der die Band zu ihrem Namen inspirierte. Dieser Song wird geprägt von einer unglaublichen Spielfreude und ist sehr abwechslungsreich, für mich der beste Song von zwölf gelungenen Liedern. “Go My Own Way” ist as erste Lied, das etwas ruhiger und reduzierter daherkommt. Eine ruhige E-Gitarre begleitet die hallig klingende Stimme des Sängers. Das nachfolgende “After Hours” ist schließlich der Track, der für den Albumnamen verantwortlich ist. Hier wird gleich freudestrahlend gesungen “Shake your bones and whatever remains”. Und das funktioniert perfekt, Mensch kann sich nur schwer dagegen wehren, nicht wenigstens etwas mitzucken. Ein weiter Song der ‚happy feeling‘ vermittelt ist “Never Coming Down”. “Thru hard times” ist dann eher der klassische Track aus den endlosen Weiten des amerikanischen Westens. “Love Me Like A Bad Girl” beginnt mit einem kurzen spanischen Sample, ehe uns dann der klassische dreckige Sound der Band erwartet. Mit “Recess, Brother” wird es gegen Ende des Albums eine Spur bluesiger. Den Abschluss bildet dann das bluesige “Soon We Will Be Strangers” dass mit orgelartigen Synthie-Klängen überrascht.

Mit ihrem Debüt liefern The New Madness ein gelungenes, stimmungsvolles Album ab, jeder einzelne Song hat dabei Ohrwurmpotential. Es vermittelt durchweg gute Laune, ohne zwischendurch in Untiefen zu gelangen. Vielleicht nicht die richtige Musik für diejenigen Menschen, die Abwechslung benötigen, auf jeden Fall aber richtig in dieser Zeit, wo Mensch aufgrund der Pandemie und den amoklaufenden Kreuz-und Querschwurbler eine Prise gute Laune gebrauchen kann

THE NEW MADNESS sind:

Bjarke Sørensen: Gesang

Simeon Loth: Gitarre

Alex Cummings: Drums

Elie Granger: Synth

Videos:

Go my own Way: https://www.youtube.com/watch?v=-hACKeTdBDM&feature=emb_logo

Lovesick: https://www.youtube.com/watch?v=lLNlOmOFZUQ&feature=emb_logo

After Hours: https://www.youtube.com/watch?v=vr54Px1jy5w&feature=emb_logo

Info:

https://www.facebook.com/thenewmadness

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