Ein gewaltiges, großes Werk! Und diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die Seitenzahl, sondern vor allem auf den Inhalt. Christopher Paolini vereinigt in ‚Infinitum‘ Ethik, Philosophie, Politik und Technologien tiefschichtig und facettenreich. Grandios, dieses Buch zu lesen lohnt sich auf jeder Seite. Christopher Paolinis Blick auf das Jahr 2256 geschickt und eng verbunden mit den Entwicklungen im Hier und Jetzt.

Kira Navaret ist eine junge, ambitionierte Xenobiologin. Für ein privates Unternehmen erforscht sie erdähnliche Planeten auf Kolonialtüchtigkeit. Gemeinsam mit ihrem Freund Alan, einem Geologen, ist sie seit mehreren Jahren im Weltall unterwegs. Ihr größter Traum ist es dabei auf Spuren zu treffen, die fremde Zivilisationen hinterlassen

Haben. Doch Kira und Alan sind das Reisen satt. Sie beschließen, sich gemeinsam auf Adasteria, dem Planeten, den sie aktuell erforschen, sich in Rohman, der nächsten Kolonisation, niederzulassen. Doch bei einer letzten Exkursion auf Adasteria fällt Kira in eine Felsspalte. Ihr Traum wird wahr, sie stößt auf Artefakte einer fremden Zivilisation. Doch gleichzeitig beginnt der schlimmste Alptraum, den sie sich hat vorstellen können. Eine, ihr uns allen Wissenschaftlern, unbekannte Substanz geht mit ihrem Körper eine Symbiose ein. Sie überzieht ihren gesamten Körper mit einer schwarzen, von merkwürdigen Mustern durchzogenen, elastischen Substanz, die ein Eigenleben zu führen scheint und sie zunächst nicht kontrollieren kann. Es tötet ihren Freund Alan. Das UMC, eine terrestrisch militärische Kontrolleinheit nimmt sie in Gewahrsam. Doch das schwarze Etwas ist anscheinend in der Lage, Signale zu senden. Das Schiff des UMC wird wie aus dem Nichts von, der Menschheit unbekannten, außerirdischen Wesen angegriffen und vernichtet. In einem kleinen Beiboot des Schiffes entkommt Kira mit knapper Not. Sie ist dank der Eigenschaften ihrer fremden Haut nicht verletzt. Völlig entkräftet wird sie nach monatelanger Irrfahrt von Kapitän Falconi aufgegabelt und auf seinem Raumschiff, der ‚Walfisch‘ wieder aufgepäppelt. Nicht nur das Schiff hat es in sich. Auch Falconis Crew ist eine Ansammlung von Gestrandeten, in die sich Kira nahtlos einfügt. Mit Hilfe der Crew lernt Kira die Vor- und Nachteile ihrer seltsamen Haut zu kontrollieren Die außerirdische Macht, die das Schiff der UMC zerstört hat, wütet nicht nur im Raumsektor rund um Sol auf allen Planeten, sie zerstört auch Kolonien anderer Sonnensysteme. Aus den Erinnerungen, die Kira von ihrer Haut erfährt, wird klar, dass sie das Objekt der Begierde und der Grund für den Krieg ist. Denn ihre Haut stammt von einer uralten Zivilisation mit langer Tradition, die aus dem Ruder lief.

Knaur HC,

960 Seiten, 24,- €

ISBN: 978-3-426-22736-7

Übersetzt von: Katharina Naumann, Barbara Häusler, Dr. Eberhard Kreutzer, Anke Kreutzer

Christopher Paolini wurde 1983 in Kalifornien geboren und lebt heute in Paradise Valley in Montana. Mit der Serie um den Drachenreiter Eragon schrieb er eine Reihe von Bestsellern, die weltweit 35 Millionen Mal verkauft wurden.