Andreas Winkelmann alias Frank Kodiak startet mit Amissa eine Reihe, die es in sich hat. Jedenfalls nichts für schwache Nerven. Mit einer interessanten Mischung aus brutaler Gewalt und sensibler Tiefgründigkeit behandelt er ein sehr aktuelles Thema, denn 3-5 Millionen Kinder werden weltweit zur Prostitution gezwungen. Meist steckt ein Netzwerk alter, weißer und sehr reicher Männer dahinter, die skrupellos ihre Macht demonstrieren. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind dabei beliebte Opfer. In ‚Amissa‘ jedoch geht es um hübsche Teenager, die wegen eines Umzugs, den die Eltern inszenieren aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden und sich dagegen wehren, indem sie von zu Hause ausreißen. Doch solche Vermisstenfälle werden in der Regel von der Polizei nicht mit der notwendigen Sorgfalt behandelt. Die Kinder gelten eher als Ausreißer.

Rica und Jan Kantzius sind Privatdetektive. Rica kommt aus der Karibik. Sie war selbst Opfer eines Menschenhändlers, als Jan, damals noch Polizist, sie aus dessen Fängen befreite. Rica ermittelt für „Amissa“, einer Organisation, die sich um genau solche Vermisstenmeldungen kümmert und denen die Politik wenig Beachtung schenkt. Jan unterstützt sie dabei. Auf der Autobahn wird ein junges Mädchen überfahren. Sie rennt, wie vom Teufel gejagt, von einer Raststätte auf die Fahrbahn. Zufällig sind Rica und Jan in der Nähe. Jan eilt zu ihr, um ihr zu helfen, aber sie stirbt noch am Unfallort. Doch kurz zuvor sagt sie noch zwei Worte – Die Grube. In ihrer Hand befindet sich ein Zettel mit der Skizze eines Gebäudes. Zeugen sagen aus, das Mädchen sein von jemandem gejagt worden. Schüsse seien gefallen. Auf dem Parkplatz der Raststätte geht ein Wohnmobil in Flammen auf. In ihm verbrennt Ansgar Füllkrug. Er ist der Bruder eines seit sechs Monaten vermissten Mädchens und war auf der Suche nach ihr. Rica und Jan nehmen sich des Falles an. Sie stoßen auf weitere vermisste Mädchen, die alle eine Gemeinsamkeit haben. Da sie mit den Umzügen ihrer Eltern nicht einverstanden waren, schlossen sie sich einer WhatsApp-Gruppe an, tauschen sich dort aus, verlassen nach einem Streit das Elternhaus und tauchen nicht wieder auf.

Droemer TB

400 Seiten, 10,99 €

ISBN: 978-3-426-30763-2

Frank Kodiak ist das Pseudonym für Andreas Winkelmann, geboren 1968, der bei Rowohlt (rororo) schon etliche Thriller veröffentlicht hat. Mit “Das Haus der Mädchen” stand er monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste, “Die Lieferung” erreichte Platz 1. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für spannende, unheimliche Geschichten. Bevor er sein erstes Buch veröffentlichte, arbeitete er nach dem Studium der Sportwissenschaften zunächst jedoch als Soldat, Sportlehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bremen – in einem einsamen Haus am Waldrand. Mehr über Andreas Winkelmann: andreaswinkelmann.com.

http://www.andreaswinkelmann.com