Die ungewöhnliche Marriage von Jugendbuch-Autor (Die drei?) und Sciencefiction-Schriftsteller (Perry Rhodan) ist Christoph Ditterts Werk ‚Fallender Stern‘ durchaus anzumerken, verleiht dem Buch aber auch einen sehr charmanten und vor allem einen tiefgründigen philosophischen Charakter. Was wir auf diesem Sandkorn am Rande des Universums, auch ‚Milchstraße‘ genannt, seit Menschengedenken erleben, ist der angstbesetzte Umgang mit Fremden. Christoph Dittert setzt dies in seiner Geschichte hervorragend um.

Amy und Eric sind ein Zwillingspaar und leben im ländlichem Merrit Island. Ihre Mutter Isabella ist eine bedeutende Wissenschaftlerin bei der NASA und widmet sich ihrem Beruf mit Leidenschaft. Amy und Eric sind 10 Jahre alt, als am 17.08.2033 die Welt beginnt, den Atem anzuhalten. Die NASA hat Signale empfangen, die so wird angenommen, von Leben, das ein Bewusstsein hat, stammen. Der Sender befindet sich auf einem Asteroiden, der aus einem anderen Sonnensystem kommt. Der errechneten Flugbahn zufolge würde er der Erde so nahekommen, dass er von der ISS aus mit einem bemannten Flugkörper erreicht werden könnte. Allerdings würden bis dahin 30 Jahre vergehen, bis der günstigste Punkt zum Rendezvous erreicht wäre. Die Welt steht Kopf. Wissenschaftler und Religionsführer erheben wilde Spekulationen. Trotz intensiver Forschung gelingt es nicht, die Signale in eine Sprache zu übersetzen. Isabella ist begeistert und stürzt sich in die Vorbereitungen zu dem geplanten Besuch auf dem Asteroiden. Während Amy ihre Begeisterung teilt, ist Eric von dem ganzen eher unbeeindruckt. Amy möchte unbedingt in Isabellas Fußstapfen treten und womöglich zur Besatzung gehören, die den Asteroiden untersucht. Die Jahre vergehen. Während Eric sich ein beschauliches Leben aufbaut, er heiratet Amys beste Freundin und wird Sprachphilosoph, verläuft Amys Leben doch eher chaotisch.  Sie bekommt früh ein Kind, das Resultat eines One-Night-Stands. Doch Dank Eric und Chayens Hilfe ergattert sie eine Position bei der NASA, die ihr ermöglicht an dem Asteroiden-Projekt mitzuarbeiten. Am 18.08.2053 ist sich die NASA sicher, dass sich eine fremde Lebensform auf dem Asteroiden befindet. Isabella ist davon so sehr abgelenkt, dass sie auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall baut, der sie für den Rest ihres Lebens ins Wachkoma verbringt. Im August 2063 ist es dann endlich soweit. Von der ISS startet nach 30 Jahren Vorbereitungszeit und verbissenen Kämpfen um Exklusivrechte für Berichterstattungen, die reise zum Asteroiden. Das, was die Besatzung vorfindet, ist in jeder Hinsicht befremdlich. Sie findet dort tatsächlich ein Lebewesen, augenscheinlich bewusstlos und harmlos. Trotz eines ‚Unfalls‘ bei der Bergung des Lebewesens, nehmen sie es zu Untersuchungen mit auf die Erde. Es ist leider schon viel zu spät, als die NASA merkt, welcher unfassbaren Bedrohung sie die Erdenbewohner damit aussetzt.

Piper Verlag

Klappenbroschur

[D], € 16,50 [A]

448 Seiten, 16, – €

EAN 978-3-492-70537-0

Christoph Dittert, 1974 geboren, hat Romane aus den Bereichen Fantasy, Science-Fiction und Horror geschrieben und gehört zum Autorenstamm der Bücher um die „Drei ???“. Gemeinsam mit Michael Peinkofer schreibt er dessen Saga um die „Splitterwelten“ fort.