Kaum zu glauben, dass ‚Der Gesandte des Papstes‘, der erste Teil der ‚Schwertchronik‘ Christoph Lodes Debüt war, er schrieb schon zu Anfang besser wie viele alte Hasen und Häsinnen. Leidenschaft und Präzession bestimmen die Kulissen der Geschichte, die zu Anfang des 14. Jahrhunderts spielt. Ganz große Kunst, nicht nur für Geschichts-Freaks, sondern durchaus auch für unsere Fantastiker.

1303 – Raul von Bazerat, 29 Jahre alt, lebt sein Leben in vollen Zügen, als ihm ein Arzt Lungenkrebs diagnostiziert und ihm nur noch eine Lebensdauer von einem halben Jahr voraussagt. Er verlässt sein elterliches Gut und seine Familie, in der Hoffnung, in der verbleibenden Zeit, noch Sinnvolles zu leisten das seinen ausschweifenden Lebensstil, den er bis jetzt führte, ausgleicht. Er begibt sich nach Rom, um Buße zu tun. Auf dem Weg dorthin begegnet ihm Kardinal Morra, der dabei ist, die Ausrottung der Katharer zu beaufsichtigen, die der Häresie beschuldigt werden, da sie den amtierenden Papst Bonifatius, Morras Herrn und Gebieter, nicht als Oberhaupt ihrer Kirche anerkennen. Und Morra hat eine angemessene Aufgabe für ihn. Gemeinsam mit seinem Schreiber Gasparre soll er den Herzenswunsch des Papstes erfüllen. Der Stab des Antonius oder auch Suleymans Zepter möchte der Papst besitzen, dies ist das Ansinnen von Bonifatius, denn er erhofft sich dadurch ewiges Leben. Bekannt wurde der Stab durch den heiligen Antonius, der mit seiner Hilfe jede Krankheit zu heilen vermochte. Doch auch der Sultan Ägyptens schickt seinen Wesir mit einer Truppe seiner brutalsten Söldner auf die Jagd nach dem Wunderstab. Als sie auf ihrer Reise nach Konstantinopel auf die bildhübsche, geheimnisvolle Jada treffen ist Raul sofort in ihrem Bann gefangen. Auch sie ist auf der Suche nach dem Stab. Jada erzählt den Beiden die wahre Geschichte des Stabes. Sie ist eine Dschinn aus Gottes erstgeborenem Volk. Die Menschen fürchten die Dschinn, sie sagen ihnen dämonenhafte Magie nach. Jada ist über tausend Jahre alt. Antonius und sie waren einst ein Paar und das Zepter gehörte ihrem Volk. König Salomo ließ es anfertigen, um das Volk der Dschinn zu versklaven. Doch die Dschinn brachten den Stab an sich und bewachten ihn. Jadas Liebe zu Antonius verleitete sie, das Zepter zu stehlen, sie schenkte es Antonius, damit er damit Krankheiten heilte. Doch nun wolle sie das Zepter zu ihrem Volk zurückbringen, da sie seither verbannt war. Raul ist so gerührt von Jadas Geschichte, dass er auf Morras Auftrag pfeift. Auch hofft er, dass das Zepter seine Krankheit heilt und sein Leben rettet.

Verlag: Knaur TB

496 Seiten, 14,99 €

ISBN: 978-3-426-52624-8

Christoph Lode, geboren 1977, ist in Hochspeyer bei Kaiserslautern aufgewachsen und lebt heute in Speyer. Er studierte in Ludwigshafen am Rhein und arbeitete in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Der historisch-phantastische Roman “Der Gesandte des Papstes” war sein viel beachtetes Debüt. Unter dem Namen Daniel Wolf gelang ihm mit der Fleury-Saga der Sprung in die Bestsellerlisten. Unter seinem Klarnamen Christoph Lode und dem Pseudonym Daniel Wolf hat der Autor insgesamt mittlerweile über 600.000 Bücher verkauft. “Das Salz der Erde“ verkaufte 250.000 Ex., und stand monatelang auf der Bestsellerliste.