Es gibt immer wieder Künstler*innen, bei denen Mensch schon beim Debüt das Gefühl hat, das sie/er durchstarten werden. Louise Patricia Crane ist solch ein Fall. Die Mischung aus Psychedelic, Romantik, Progressivität, Dreampop und Drama, die sie auf ihrem Debütalbum “Deep Blue” präsentiert ist eine Mixtur aus Klasse und Mut.
Louise Patricia Crane erschafft dabei eine musikalische Welt aus Gefühl und Fantasie. Nichts ist unmöglich, stilistische Grenzen existieren nicht, und doch folgt hier ein Song mit Hitpotential auf den nächsten bemerkenswerten Song. Die Wurzeln dieser Platte gehen auf eine Zusammenarbeit von Louise und Stephen Carey zurück, bei dessen THE EDEN HOUSE Louise für “Songs For The Broken Ones” Gesang beisteuerte. Endlich hatte Louise jemanden gefunden, der ihre jahrelang angesammelten Ideen umsetzen konnte. Louise fühlte sich von Stephen umgehend verstanden und respektiert, lobt seine Emotionalität und die von ihr sehr geschätzte feminine Seite des Kollegen, nicht zu vergessen die gemeinsame Liebe für Kate Bushs “Hounds Of Love”, das nicht zuletzt als lose Vorlage für die düster-poppig-proggigen Elemente von “Deep Blue” diente (deutlich erkennbar in ‘Painted World’ und dem klagenden Klavier-Titelstück ). Vor Begeisterung zog Louise sogar von Belfast ins ländliche Cambridgeshire. “Deep Blue” ist ein wahres Gesamtkunstwerk geworden. Die acht Songs des Albums beruhen auf einem Konzept um Weltflucht zur Selbstfindung und Weiblichkeit im Zeichen von Schriftstellerin Angela Carter sowie musikalischen Vorbildern wie Tori Amos oder eben Kate Bush. Schon die Eröffnungshymne ‘Deity’ schwebt im Dunst der britischen Alternative-Szene der frühen 1990er, und dort wähnt man sich im weiteren Verlauf der Spielzeit immer wieder (‘Cascading’), auch wenn Peter Gabriels Art Pop zwischendurch genauso anklingt (‘Snake Oil’, tatsächlich mit Jethro Tulls Querflöten-Storch Ian Anderson und dem früheren Kyuss-Bassist Scott Reeder als Gästen) wie wuchtiger Post Rock, den Crane etwa während ‘The Eve of the Hunter’ mit folkloristischen Zwischentönen anreichert; Kontrabass-Veteran Danny Thompson und King-Crimson-Gitarrist Jakko Jakszyk, der stellenweise auch mitsingt, sind nur zwei weitere Tupfer auf der außergewöhnlich innigen und abwechslungsreichen Produktion. Die Rhythmusgruppe mit Schlagzeuger Simon Rippin und Bassist Steve Gibbons (beide ebenfalls von  Eden House) liefern das passende Fundament zu dieser einzigartigen Produktion, die ich Euch hiermit ans Herz legen möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=vE6p1aQd5uU

https://www.youtube.com/watch?v=tX4pVcNvLqg&feature=youtu.be

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