Sehr sphärisch gestaltet Chris Mc George die Kulisse seines zweiten Thrillers „Der Tunnel“. Doch nicht nur die Umgebung verursacht Beklemmungen, auch der Inhalt passt sich dem an.

Robin ist Journalist und Buchautor. 3 Jahre ist es her, dass seine Frau ohne Vorwarnung spurlos verschwand. Sam war seine große Liebe und nichts deutete darauf hin, dass sie ihn verlassen wollte. Um den Verlust zu verarbeiten, widmet er ihr sein aktuelles Buch mit der Geschichte ihres plötzlichen Verschwinden und dem erlittenen Verlust. „Ohne Sie“, so heißt das Buch, verschafft ihm mäßige Berühmtheit. Der Anruf eines gewissen Matthew Mc Connell wirft Robin völlig aus der Bahn. Dieser behauptet, an dem Tag des Verschwinden seiner Frau, von ihr angerufen worden zu sein und er habe Informationen dazu. Doch Matthew erwartet eine Gegenleistung. Er befindet sich im Gefängnis und wird verdächtigt, 5 seiner engsten Freunde ermordet zu haben. Matthew bestreitet dies vehement. Die Geschichte hängt mit dem unterirdischen Kanal zwischen Marsden und Dipple zusammen der durch den Standedge Tunnel führt. Matthews Begeisterung dafür ist so groß, dass er sich zum Guide des Tunnels ausbilden lässt. Auch seine 5 Freunde teilen diese Begeisterung. Auf der letzten Fahrt, die sie gemeinsam durch den Tunnel machen, geschieht dann das Unfassbare. Als das Boot in Dipple ankommt, ist er der einzige Mensch auf dem Boot. Seine 5 Freunde sind verschwunden. Matthew ist bewusstlos und kann sich an nichts erinnern. Zwar werden die Leichen nicht gefunden, doch ist die Beweislage so erdrückend, dass ein Schuldspruch gewiss ist. Robin ist hin und her gerissen. Einerseits misstraut er Matthews Aussagen, doch andererseits sind die Informationen zu seiner Frau so konkret, dass er einwilligt, ihm zu helfen, Licht in die Angelegenheit zu bringen. Doch diese Recherchen werden für Robin ein Ritt durch die Hölle.

Verlag: Knaur HC

352 Seiten, 14,99 €

ISBN: 978-3-426-22709-1

Übersetzt von: Karl-Heinz Ebnet

Chris McGeorge studierte Creative Writing an der City University London. Seinen ersten Kriminalroman, »Dead Room«, reichte er dort als Master-Arbeit ein. Schon als Kind erzählte und schrieb er mit Begeisterung Geschichten und zeichnete seine eigenen Comics. Er ist ein großer Bewunderer von Klassikern wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle und legt seine Geschichte gerne als packende Mischung aus Alt und Neu an. Verwinkelte Plots mit überraschenden Wendungen sind seine Spezialität.