Was für eine abgefahrene Story! In „Die Frequenz des Todes“, dem zweiten Teil der Auris-Reihe sind die Signale deutlich zu erkennen. Vincent Kliesch ist ein aufmerksamer, kreativer „Lehrling“ des Meisters „Meisters“ Sebastian Fitzek und das auf seine eigene individuelle Art und Weise. Beide nutzen als Berliner die Klischees der „Hauptstadt“ sehr gekonnt als Bühne ihrer Geschichten. In diesem Fall ist den auch die Kulisse eine sehr gelungene Wahl, die über die Entwicklung Berlins nach der Wende interessante Einblicke gewährt.

Jula führt ein sorgloses Leben. Sie ist Journalistin und arbeitet als Moderatorin bei 105.3 als sie während eines Kurztrips mit ihrem Bruder die Hölle erfährt. Auf einem Friedhof in Buenos Aires wird sie vergewaltigt. Die argentinische Polizei behauptet, es sei ihr Bruder gewesen. Er habe die tat gestanden. Und ihr Bruder sei tot, denn er habe sich das Leben genommen. Hegel ist die Koryphäe im Bereich forensische Phonetik, in Berlin eine angesehene und geachtete Größe. Eines Tages meldet er sich bei der Polizei und gesteht den Mord an seiner Frau. Hegel fährt ein, nach Moabit.

Eine verzweifelte Frau meldet der Rettungsdienststelle in Berlin die Entführung ihres Babys. Doch bevor sie de Adresse durchgeben kann, wird sie, den Geräuschen nach zu urteilen, niedergeschlagen.  Aus Verzweiflung richtet sich der ermittelnde Beamte an Meister Hegel und erlaubt ihm, mit Fußfesseln versehen, in seiner Spukvilla mit entsprechendem Equipment ausgestattet, diese auszuwerten. Hegel ist jedoch von diesem Fall auch persönlich betroffen. Im höchsten Maße alarmiert bittet er Jula, für ihn zu ermitteln. Als Gegenleistung deutet er an, mehr über den Fall in Buenos Aires zu wissen. Ihr Bruder sei nicht tot. Hinter all dem, auch hinter dem Fall des verschwundenen Babys, stünde eine Organisation namens Remus. Doch Jula ist gewarnt. Aus der Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Phonetiker ist sie sehr vorsichtig gestimmt. Die Sorge jedoch um ihren Bruder und die Hoffnung darauf, dass er noch lebt, gibt ihr die Energie, sich in diesen Fall einzuarbeiten. Dabei stößt sie auf einen international agierenden Ring, der illegal mit Kindern handelt. Er ist so gut vernetzt, dass selbst die Berliner Polizei davon infiltriert ist. Die Mitglieder dieser Bande sind äußerst brutal und Julas Ermittlungen sind wieder einmal lebensgefährlich. Doch warum versucht ausgerechnet Hegel, ihr Auftraggeber, die Ermittlungen zu sabotieren?

Verlag: Droemer TB

352 Seiten, 12,99 €

ISBN: 978-3-426-30760-1

Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit »Auris« schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.