Nachdem sie letztes Jahr mit dem frostigen “Blanket Of Sorrow” einen ersten Vorgeschmack auf neue Musik gaben, haben When ‘Airy Met Fairy (WAMF) es nun vollbracht und ihr zweites Album “Esprit De Corps” am 8. Mai bei Motor veröffentlicht.

Aus dem Französischen wörtlich übersetzt steht der Titel “Esprit De Corps” für “Geist des Körpers“. Dieses Konzept mit all seinen wollen When ‘Airy Me Fairy nun an uns weitergeben. Voll von zarten Melodien und minimalistischer Instrumentierung soll ihre emotionsgeladene Melancholie die Grundlage unseres Ganzen Daseins freilegen. Wie eine ferne Erinnerung verebbt und fließt sie und verkörpert zugleich alles, was uns immanent menschlich macht. Um dies musikalisch auszudrücken, verbrachten WAMF die letzten paar Monate damit, die ungewöhnlich innige Ästhetik ihres Sounds auszuarbeiten. Eingeschlossen im leeren Apartment von Multi-Instrumentalisten Mike Koster, auf den heruntergekommenen Fußbodenbrettern sitzend, stellte die nackte, intime Umgebung die ideale Leinwand dar. Mit Elementen eines akribischen geschaffenen Trip Hop malt “Esprit De Corps” ein ehrliches Porträt, das seine eigenen Makel und Fehler in sich trägt.

Songwriterin Thorunn Egilsdottir sagt darüber: “To me this album captivates the essence of who we are as people. No attempt to embellish anything. We left the sounds of me breathing and Mike’s instruments rattling while we switch between intensity and intimacy.” Aufgenommen ohne jegliche Kenntnis, wie sich Rufus Wainwrights Original anhört, wurde die Leadsingle “Going To A Town” ohne fixe Ideen oder einen vorgegebenen Weg geschrieben.

Mike Koster erzählt: “I insisted on not hearing the original until it’s done. I wanted to stay a musical virgin in order to get involved in a creative way.”

Indem sie Wainwrights Version neu interpretieren, atmen WAMF dem Song neues Leben ein und einen geheimnisvollen Nimbus in ihre düstere, Beats-getriebene Wiedergabe. An anderer Stelle bieten “It Was Love” und “That’s My Rock And Roll” eisige Schlaflieder über Sehnsucht und unerwiderte Liebe, während “On Your Own Again” beißende Einsamkeit und Entfremdung aufzeichnet. Hinter einer lieblichen Oberfläche aus klirrendem Piano und schwellendem, atmosphärischem Rauschen ist “Home” eine schummerige Ode an die, die wir schätzen. Egilsdottirs Gesang flattert über der düsteren Atmosphäre von “I”, während “Once” durch die Risse eines sich schlängelnden Synth-Arrangements sickert; die Strophe kombiniert tragische Scheu und Verwunderung. “Inside Your Lungs Superstar” missbilligt die Social-Media-Besessenheit der Gesellschaft mit einem perkussiven Groove, der unsere dystopische, digitale Realität grimmig verspottet.

“Esprit De Corps” ist eine wirklich gelungene Produktion, die sich mit inniger Tiefe mit der Welt um uns herum beschäftigt und das mit einer Musik, die zum Träumen und intensiven Zuhören einlädt – sehr schön!

https://www.youtube.com/watch?v=KEgknhHKdwg

https://www.youtube.com/watch?v=EDJI03TBDWE

https://www.youtube.com/watch?v=7TftqzW5ZQg

http://www.whenairymetfairy.com/

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