Neben Köln hat sich Berlin inzwischen zu einem Hotspot neuer, guter und innovativer Musik entwickelt. Die Band Ghostmaker ist solch ein Beispiel, die Berliner agieren mit Detailgespür und Feeling, ohne sich ihre Ecken und Kanten abschleifen zu lassen. Doch lasst uns erst einmal die Geschichte erzählen, wie es zu Ghostmaker und ihrem ersten ‚offiziellen‘ Album kam.

Während einer Session im ehemaligen Berliner Tonstudio ‘Schaltraum’ traf Chris Jany (Git/Vocals) auf Tom Schwoll (Jingo de Lunch, Extrabreit), dem er ein paar Wochen später einige Lieder aus seinem umfangreichen Demo-Songarchiv vorspielte. Beeindruckt von dem was er hörte schlug dieser vor das Material mit passenden Gast-Musikern einzuspielen, die Gründung einer neuen Band war nie geplant. Chris Jany spielte seit Jahrzehnten als Live-Musiker oder festes Mitglied in   verschiedensten Bands (meistens aus dem Punkrock und Underground-Bereich) mit Tourneen in den USA, Australien, United Kingdom und Europa. Seine eigene Band ‘SHARKSOUP’ unterschrieb 2005 einen Deal bei ‘BYO Records’ in Los Angeles und ‘Kung Fu Records’ Europe in Amsterdam. Für das geplante Soloalbum vermittelte Schwoll den Kontakt zu Andy Laaf als Schlagzeuger. Laaf konnte ebenso auf eine umfangreiche Karriere in Bands mit internationalen Tourneen durch Europa, UK, Japan, Australien, USA und Russland zurückblicken. Blind Passengers, Skeptiker und Mad Sin sind wohl die bekanntesten Bands, für die er spielte. Als Bassist wurde R. Ritzheimer an Bord geholt, der bis zu seinem Ausstieg 2019 fortan festes Mitglied war. Nach der ersten Session wurde die Idee des Soloprojektes verworfen und die drei Musiker verließen als Band den Kreuzberger Keller, indem sie zum ersten Mal miteinander gespielt hatten. Bereits in der folgenden Woche begannen Laaf und Jany damit sich auszuprobieren, neue Songskizzen aufzunehmen und ein musikalisches Repertoire aufzubauen. Die erste offizielle Bandprobe fand im Oktober 2015 statt. Daraufhin wurden sehr schnell die Aufnahmen zum ersten Minialbum realisiert, welches unter dem Titel “Aloha from the Dark Shores” veröffentlicht wurde. Das erste Album wurde von allen Seiten gelobt und die Reviews in den gängigen Musikmagazinen waren durchweg sehr gut. Schließlich fand im Februar 2017 die erste Show unter dem Namen ‘GHOSTMAKER’ in Kreuzbergs berüchtigter Bar “Franken” statt. Die Band legte sehr schnell ihre zweite Veröffentlichung “Buzz” nach, die in Kooperation mit Tom Schwoll im Schaltraum Berlin fertig gestellt wurde. Auch die zweite Scheibe erhielt sehr gutes Feedback und wurde erneut durchweg positiv bewertet. Daraufhin folgten regionale und überregionale Shows die ‘GHOSTMAKER’ den Ruf als “Geheimtipp von der Spree” einbrachten. Jany & Co überraschen ihr Publikum mit ihrem nicht alltäglichen, kraftvollen Sound in einer energiegeladenen und schweißtreibenden Show, die ohne das übliche Genre-Sicherheitspaket auskommt. Der Output an neuen Ideen und Songs blieb konstant hoch, sodass die Band eine EP mit 4 Titeln in ihren eigenen Kellerräumen aka “Hauptsalon Berlin” aufnahm. “Voices from Suite 27” wurde im September 2018 digital veröffentlicht und war damit die dritte Veröffentlichung. Die Band entschied sich für ihren ersten offiziellen Longplayer zur Zusammenarbeit mit Thommy Hein (Nick Cave, Quotsa, Die Haut, Korn), der die Aufnahmen, Mixing & Mastering übernahm. Im August und Oktober 2019 wurde die LP “Room Service Romeo” von Chris Jany und Andy Laaf in Heins Tonstudioeingespielt.

Und die Scheibe ‚Room Service Romeo‘ hat es in sich, Herzblut trifft auf Arschtritt, mal fuzzy, mal fragil, mal regelrecht funky, immer punktgenau und voller Seele, direkt in Herz und Beine. Chris Jany & Co überraschen ihr Publikum mit ihrem nicht alltäglichen, kraftvollen Sound. Energiegeladen und schweißtreibend tanzbar, abwechslungsreich und doch mit einem roten Faden, eine wirklich gelungene Produktion – anhören!

https://www.youtube.com/watch?v=2_vT-RUBps8

https://www.youtube.com/watch?v=n7-6VrXb8mI

https://www.facebook.com/GHOSTMAKERBABY/

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