„In manchen Zivilisationen bildet sich technisches Wissen schneller als Soziales und sie scheitern daran, die Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.“ Madeleine Puljic vollführt mit ‚Zweite Heimat‘ eine geschickt gelenkte Story, die nicht nur aktuell bestehende Verantwortungsbereiche in Frage stellt. Völkerübergreifende Wertigkeiten zu Moral und Ethik finden hier viel Raum.

Es ist so weit. Unter der Schirmherrschaft von NASA und UNO findet die erste Besiedlung des Mars statt. Nach all den blutigen Kriegsereignissen auf der Erde ist FRIEDEN das oberste Gebot, unter dem die Mission stehen soll. Die Celeste, das erste bemannte Missionsschiff mit 100 Siedlern an Bord, die hauptsächlich aus Wissenschaftlern zahlreicher Nationen besteht, braucht daher eine besonnene Führung. Die Wahl fällt auf den Finnen Alvar Lajunen. Gemeinsam mit seiner Frau Hanna, einer Psychologin, hatte er sich gemeldet für die Marsbesiedlungen. Doch die NASA beschließt, seine Frau erst mit dem nächsten Siedlungsschiff, das in zwei Jahren starten soll, zum Mars zu schicken. Alva ist zwar zutiefst betrübt darüber, doch er fügt sich seinem Schicksal. Die monatelange Reise zum Mars verläuft reibungslos, bis sie die Nachricht erreicht, ein außerirdisches Schiff sei bereits auf dem Mars gelandet. Eine Rückkehr zur Erde ist jedoch nicht mehr möglich. Mit bangem Erwarten landet die Celeste neben dem fremden Raumschiff. Die Celeste ist gänzlich unbewaffnet. Es heißt ja, Frieden zu wahren. Die Insassen des Raumschiffes entstammen einer großen Echsenart, die der Menschheit wohl in jeder Hinsicht überlegen scheint. Sie gehören dem Volk der E´kturi an und beherrschen offenbar große Weiten des Weltraums. Schon seit langen beobachten sie das menschliche Volk auf der Erde. In ihren Augen sind dies dumme, kriegerische Barbaren. Da diese nun vorhaben, einen weiteren Planeten zu besiedeln, empfinden die E´kturi sie als Gefahr. Doch ihr Volk will den Menschen eine Chance geben. Ein ganzes Erdenjahr sollen diese beweisen, dass sie in friedlicher Absicht den Mars besiedeln. Alva stimmt dem hilflos zu. Doch als die Nachricht vom Eindringen der Aliens auf dem Mars die Erde erreicht, sind sich NASA und UNO nicht mehr einig. Während die UNO auf Diplomatie setzt, beschließt die NASA militärische Aktionen.

Verlag: Knaur TB

304 Seiten, 14,99 €

ISBN: 978-3-426-52435-0

Madeleine Puljic wurde 1986 in Oberösterreich geboren. Sie absolvierte die Kunstschule in Wien und lebt heute in Hamburg. Ihr erster Roman, Herz des Winters, erschien 2013 im Selbstverlag. Neben ihren eigenen Romanen in den Bereichen Fantasy und Science-Fiction schreibt sie außerdem regelmäßig für die Serie Perry Rhodan NEO. Ihr Roman Noras Welten – Durch den Nimbus wurde 2017 mit dem 1. Deutschen Selfpublishing-Preis ausgezeichnet.