In rasantem Tempo schließt Lars Schütz mit „Rapunzel, mein“ an sein Debüt „Der Alphabetmörder“ an. Gekonnt setzt er die schrägen Charaktere vor spannenden, abwechslungsreichen Kulissen in Szene. Es geht um die Frage, ob Menschen so konditioniert werden können, dass sie ungewollt zu Straftäter, gar zu Massenmördern werden.

Rabea Wyler ist Profilerin des LKA Rheinland-Pfalz. Ihre Hauptmotivation diesen Beruf zu ergreifen, war die Entführung ihrer kleinen Schwester Marie, die 20 Jahre zurückliegt. Im Verlauf der Ermittlungen wurde ihre Hand gefunden. Doch weder von ihr noch von dem Täter fand sich jegliche weitere Spur. Deshalb ist Rabea völlig paralysiert, als in Essen auf einer Theaterbühne die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Sie ist Mitte 20 und wurde mit dem Zopf ihrer eigenen blonden Haare erwürgt. Doch, was Rabea alarmiert ist die Tatsache, dass dieser Frau beide Hände fehlen. Erleichtert stellt sie fest, dass es sich nicht um ihre Schwester handelt. Sie bittet ihren ehemaligen Chef, den Profiler Jan Grall um Hilfe, denn sie glaubt Parallelen zu dem Verschwinden ihrer Schwester zu entdecken. Während Jan am alten Tatort des Verschwindens der Schwester in der Schweiz ermittelt, jagt Rabea verbotenerweise im Jagdrevier NRW den Rapunzel-Mörder. Eine beispiellose Hetze beginnt. Letztendlich findet sie ihn und ist erschüttert. Denn sie steht nicht dem brutalen Psychopathen gegenüber, den sie erwartete, sondern einem verstörten jungen Mann, der aufgelöst in Tränen die tat gesteht. Sein Körper weist zahlreiche Foltermale auf. Auf Jans Empfehlung hin, versteckt sie sich mit ihm in einer Düsseldorfer Villa, die Jans Mentor gehört. Er ist augenscheinlich ein schrulliger alter Mann, aber eine Koryphäe der Fallanalyse. Bereitwillig bietet er seine Hilfe an, denn gleich zwei Killerkommandos sind auf den Jungen angesetzt. Jans Recherchen in der Schweiz nehmen plötzlich eine ungeahnte Wende. Er stößt im Internet auf einen Mann, der als Täter in Frage kommt und sich als Freund seines Mentors entpuppt. In letzter Minute schafft Jan es, Rabea aus den Klauen des Mentors zu befreien. Doch für den Rapunzel-Mörder kommt jede Hilfe zu spät, sodass sie keinerlei Informationen zu dem Auftraggeber des Mordes erlangen können. Eine vage Spur zu der vermeintlich zentralen Figur führt die Beiden nach Las Vegas. Dort erleben sie tatsächlich das Abenteuer ihres Lebens. Doch löst Rabea damit auch das Rätsel über den Verbleib ihrer Schwester auf?

  • Ullstein Taschenbuch
  • 416 Seiten, 9,99 €
  • ISBN-13 9783548291758

Lars Schütz wurde 1992 geboren. Er arbeitet als Texter für eine große Düsseldorfer Werbeagentur und schreibt nebenbei die Thriller-Reihe rund um Profiler Jan Grall und Rabea Wyler.