Mit „Der Verfolger“ taucht John Katzenbach in die Tiefen der verworrenen Wege der Psychoanalytik ein. Seine Hauptfigur Dr. Frederick Starks mutiert zum Chamäleon, das er durchs malerische Florida, die schwüle Hitze Alabamas und durch die kaputte New Yorker Szene jagt, schräg!

Ricky, als Dr. Frederick Starks, glaubt seinem vor 5 Jahren erlittenen Trauma endlich entronnen zu sein. Er hatte in seiner New Yorker Praxis für Psychoanalyse einer Patientin eine Fehldiagnose gestellt. Die Folge war eine Verkettung von dramatischen Ereignissen, bei denen sowohl die Patientin als auch ihr Mann den Tod fanden. Ihre drei erwachsenen Kinder trachten ihm seitdem um sein Leben. Einer der drei war ein Berufskiller, den er meinte vor fünf Jahren getötet zu haben. Er zog nach Florida und baute sich Schritt für Schritt ein neues erfolgreiches Leben auf. Doch eines Tages taucht der totgeglaubte Killer wieder auf. Er behauptet, Rickys Hilfe zu benötigen. Er und seine beiden Geschwister würden bedroht. Seine Schwester, eine Schauspielerin, solle ihren Bruder, einen Anwalt, töten, sonst würde sie selbst sterben. Der Killer hinterlässt Ricky eine CD, die angeblich seiner Schwester zugestellt wurde, mit der Bemerkung, die Aufklärung sei Ricky ihnen schuldig. Danach würde das Trio ihn nie wieder behelligen. Ricky ist zunächst so geschockt, dass er auf seine Forderungen eingeht. Er vermutet, dass die Morddrohungen mit Fällen aus der Anwaltskanzlei des Bruders zusammenhängen. Bei der Durchsuchung alter Akten stößt er auf einen Mordfall in Alabama. Eine 14-jährige wurde ermordet und der Anwalt vertrat erfolgreich den Angeklagten, der dringend tatverdächtig, den Gerichtssaal als freier Mann verließ. Ricky lässt in Florida alles stehen und liegen, er reist in den kleinen Ort in Alabama, wo der Mord geschah. Dort stößt er auf eine Wand des Widerstands. Der vermeintliche Mörder des Mädchens erlag zwischenzeitlich den Folgen eines Unfalls. Doch der Ort schweigt zu den Ereignissen. Erst ein Besuch bei dem zweiten Anwalt, der die Verteidigung übernahm, bringt etwas Licht in die Sache. Die Spur führt zu einem todkranken Lehrer des Mädchens. Der Besuch in seinem Haus öffnet Ricky jedoch die Augen. Der Lehrer versucht ihn zu töten, das Mördertrio hat ihm eine Falle gestellt. Sie bot dem Lehrer an, sich um seine Tochter nach dessen Tod zu kümmern, wenn dieser Ricky erschießen würde. Entsetzt stellt Ricky fest, dass er den Rachegelüsten des Geschwister-Trios niemals entkommen kann. Es sei denn, er dreht den Spieß um. In akribischer Kleinarbeit macht er die Jäger zu Gejagten. Ein atemberaubendes wettrennen nimmt Fahrt auf. Doch der finale Schuss wird von jemandem ausgeführt, den weder Jäger noch gejagte auf dem Schirm haben.

Klappenbroschur, Droemer TB
496 S., 14,99 €
ISBN: 978-3-426-30666-6

John Katzenbach, geboren 1950, war ursprünglich Gerichtsreporter für den »Miami Herald« und die »Miami News«. Bei Droemer Knaur sind inzwischen zahlreiche Kriminalromane von ihm erschienen, darunter die Bestseller »Die Anstalt«, »Der Patient«, »Der Professor« und »Der Psychiater«. Zweimal war Katzenbach für den Edgar Award nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Amherst im Westen des US-Bundesstaates Massachusetts.
Weitere Informationen unter www.john-katzenbach.de und www.johnkatzenbach.com