Der britische Bluessänger John Mayall spielt im März 2019 eine Jubiläumstour zu seinem 85. Geburtstag, er wurde am 29. November 1933 in England geboren und stand bereits 1950 auf der Bühne. John bringt sein neues Album „Nobody told me“ mit, welches seit Ende Februar in den Läden steht. So und nun wird’s schwierig für mich, ich besuchte mein erstes Konzert 1970 (mit knapp 13 Jahren) und liebe noch heute die Musik, die von ihm beeinflusst wurde und höre Musiker wie Eric Clapton, die von ihm entdeckt wurden, für mich gehört er zu den prägenden und innovativsten Musikern unserer Zeit und wird gerne der „Vater des weißen Blues“ genannt.

John Mayall spielte bereits in den fünfziger Jahren den Blues, wann immer er eine Möglichkeit fand, es schien jedoch niemanden so ernstlich zu interessieren. Dies änderte sich in den frühen 60ern, als der Blues nach England schwappte. Mit 30 Jahren kündigte er seinen Job als Grafikdesigner, zog nach London und gründete „The Bluesbreakers“. Mit dieser heute noch legendären Formation ging es schnell bergauf und John spielte für Bluesgrößen wie John Lee Hooker und Sonny Boy Williamson auf ihren ersten Clubtouren. Es folgte der kometenhafte Aufstieg der Bluesbreakers. 1969 schließlich sorgte John Mayall für Aufregung in den USA, als er sich mit dem akustischen, Drumsection-losen Live-Album „The Turning Point“ eine goldene Schallplatte verdiente. Von da an zog er an die amerikanische Westküste und stellte dort neue Formationen zusammen. Seine Jazz-, Rock- und Blues-Innovationen dieser Zeit wurden legendär.
In den 80ern organisierte er eine Reunion der originalen Bluesbreakers und nahm danach mit wechselnden Bandmitgliedern eine Reihe dynamischer Alben auf, darunter das für den Grammy nominierte „Wake Up Call“. Seitdem ist John Mayall unermüdlich weiter aufgetreten und hat nach seiner eigenen Zählung über 70 Alben aufgenommen. Die BBC strahlte gar eine Dokumentation zu seinem 70. Geburtstag aus. Im Verlauf seiner langen Karriere hat Mayall mit zahlreichen Musikern zusammengespielt, die später berühmt wurden. Eric Clapton, Peter Green und John McVie von Fleetwood Mac waren ebenso dabei wie der spätere Gitarrist der Rolling Stones, Mick Taylor. Legendär ist sicher auch seine Zusammenarbeit mit Alexis Korner zu nennen. Die Auswahl guter Musiker für seine Bands ist eines der Markenzeichen Mayalls.

John wird nicht müde Konzerte zu geben und sagt dazu: „I have missed being out there but you’ll be glad to know we will be back on the road in Europe early 2019“. Nun hat er sich mit Bassist Greg Rzab, Schlagzeuger Jay Davenport und Gitarristin Carolyn Wonderland ebenfalls exzellente Unterstützung geholt. Letztere ist fast genau 39 Jahre nach Mayall geboren worden. Manche Experten sehen Wonderland schon auf einer Stufe mit Stevie Ray Vaughan. Auch ist dieses Album, mit dem er auf die Tour geht, wieder ein Meisterwerk des Blues, fast hatte ich das Gefühl, wieder Anfang der 70er im Club zu sitzen und im rauchgeschwängerten Ambiente den Blues zu genießen.

Ebenso freut sich John, dass er für die zehn Songs des neuen Albums „Nobody told me“ einige seiner Lieblingsgitarristen gewinnen konnte, Gastauftritte beizusteuern. Darunter sind die allseits bekannten Kollegen Joe Bonamassa, Todd Rundgren, Larry McCray, Alex Lifeson und Steven van Zant. 2016 ist der Vorkämpfer des Blues in die Blues Hall of Fame aufgenommen worden. John Mayalls aktuellste Alben erschienen alle auf dem Label Forty Below Records: „Find A Way To Care“ (2015), Live In 1967, Vol. 1 und 2 und „Talk About That“ (2017). Nun ich freue mich darauf, John in Berlin zu sehen und interviewen zu können und lege allen menschen, die den Blues mögen ans Herz, zu den Konzerten zu gehen, wer weiß, ob es noch einmal eine Gelegenheit gibt diesen großartigen Musiker live zu sehen.

JOHN MAYALL           
„85th Anniversary Tour“

08.03.2019      Osnabrück · Rosenhof
09.03.2019      Köln · Die Kantine
10.03.2019      Aschaffenburg · Colos Saal
12.03.2019      Hamburg · Fabrik
13.03.2019      Berlin · Columbia Theater
14.03.2019      Halle/Saale · Händelhalle
04.04.2019      Bochum · Zeche
05.04.2019      Nürnberg · Hirsch
07.04.2019      Stuttgart · Im Wizemann
08.04.2019      München · Muffatwerk

So Many Roads: https://www.youtube.com/watch?v=dwc7ZEYfWYc

Room to Move: https://www.youtube.com/watch?v=ANfqJk2rdNo

Offizielle Homepage: www.johnmayall.com