©Lea Kaib

Liza Grimms erste faszinierende Reise in die nordische Götterwelt mit „Die Götter von Asgard“ ist ja nun schon eine Weile her. Doch in „Helden von Asgard“ knüpft sie nahtlos und gekonnt faszinierend an ihre leidenschaftliche Liebe zu den alten Figuren der nordischen Mythologie an.

Tyr, der Gott des Krieges und seine Halbschwester, die Walküre Kara sind ein unzertrennliches Team. Im Auftrag ihres Vaters Odin haben sie während der letzten Jahrhunderte zig Abenteuer bestritten. Ihr Zuhause ist Asgaard, das Himmelreich der nordischen Götter. Sie pflegen regen Kontakt zu den Menschen. So steht jedem, der als Held stirbt, ein Platz in der Wallhall zu. Dort ist für sie jeder tag ein Feiertag, an denen sie mit den Göttern an langen Tafeln lecker essen und vor allem viel trinken können. Tagein, Tagaus – endlos, denn in Asgaard ist jeder nahezu unsterblich. Wer Held wird erkennen die drei Nornen. Sie beobachten den goldenen Webstuhl. Färbt sich ein Faden golden, so unterrichten sie Odin darüber. Doch erkennen die Nornen nicht exakt, welchem Menschen diese Heldenlaufbahn zugehört. Eines Tages erhalten Tyr und Kara den Auftrag, in ein kleines Dorf in Midgard zu reisen, in dem mittelalterliche Umstände herrschen. Kara verliebt sich auf den ersten Blick in den Dorfvorsteher Erik, von dem sie annimmt, dass er der Held in spe ist.  Tyr und ihre Aufgabe ist es, ihm dabei behilflich zu sein, als Held zu sterben, um ihn dann nach Asgard zu begleiten. Erik erwidert Karas Liebe, doch die Dorfbewohner stehen den Gästen aus der Götterwelt eher skeptisch gegenüber. Denn seit sie in ihrem Dorf aufgetaucht sind, geschehen schreckliche Dinge. Plünderer und Werwölfe greifen das Dorf an, es gibt viele Tote. Eriks Liebe gilt auch seinem kleinen Bruder Irik, den er nach dem Tod der Eltern liebevoll aufzieht. Kara gesteht Erk, dass sie Walküre ist und erzählt ihm den Grund ihres Aufenthalts. Nur so hätten er und sie die Chance auf eine gemeinsame Zukunft. Doch Erik möchte seinen kleinen Bruder nicht allein zurücklassen. So schmiedet Kara den Plan, Irik zu einem Helden auszubilden. Eriks Vater, der bereits als Held sein Leben an der Tafel von Walhall fristet, hört davon, dass seinem Sohn das gleiche Schicksal droht. Denn sein einziger Wunsch wäre es gewesen mit seiner Frau zusammen zu sein. Die jedoch schmort allein in der Hel (Hölle). Er spricht Loki, den Gott der Zwietracht an und bittet ihn, zu verhindern, dass seinem Sohn das gleiche Schicksal droht. Loki stimmt zu und mit Freuden stiftet er Erik zu einem Mord an. Er lässt Eriks kleinen Bruder von einer Hexe töten und behauptet, dass eines der Dorfmitglieder, Irik zu ihr in den Wald gelockt habe. Erik ist so sehr außer sich, dass er diesen tötet. Damit ist er seine Fahrkarte nach Asgaard los. Stattdessen reist er nach seiner Hinrichtung zu seiner Mutter nach Hel. Und die Freude des Wiedersehens der Beiden übertrifft alle Umstände. Auch eriks Vater bleibt nicht allein. Anstatt Erik sitzt nun sein kleiner Sohn Irik mit ihm an der Tafel. Einzig für Kara nimmt die Geschichte kein Happy End.

Taschenbuch, Knaur TB
304 S., 12,99 €
ISBN: 978-3-426-52371-1

Liza Grimm ist das Pseudonym der Bloggerin Jennifer Jäger. Sie studierte in München Literaturwissenschaft; erste Publikationen erschienen bei Impress. Nach ihrem Studium absolvierte sie ein Volontariat bei Neobooks, inzwischen arbeitet sie als freie Online-Marketingberaterin und Redakteurin und zählt zu den bestvernetztesten Bloggerinnen ihrer Generation.