Gestatten, eine neue Supergroup gibt sich die Ehre, unter dem Namen Die Klute haben sich Jürgen Engler (Die Krupps), Claus Larsen (Leæther Strip) und Dino Cazares (Fear Factory) zusammengeschlossen, die auf dem Album „Planet Fear“ nun 12 Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit präsentieren. Herausgekommen ist dabei die erwartbare Ohrenweide, die knackig-bissigen Industrial-Metal auf allerhöchstem Produktionsniveau bietet. Als Überraschungsbonbon kredenzt das Trio zudem eine gelungene Coverversion des Public Enemy-Klassikers „She Watch Channel Zero?!“ von 1988. Der Videoclip zur ersten Single „It’s All In Vain“ wurde bereits abgedreht und soll Szenen aus dem Horrorfilm „Devil’s Revenge“ enthalten, der vom mitwirkenden Schauspieler William Shatner (aka Captain James T. Kirk) geschrieben und produziert wurde. Der Song wird auch Teil des Soundtracks sein.

Die hohen Erwartungen, die sich mit Die Klute verbinden – Stichwort Supergroup – werden keineswegs enttäuscht, zwar liegt die Hochzeit des Industrial Metal nun fast schon ein Vierteljahrhundert zurück, aber Musiker wie die drei, die sich hier zusammengefunden haben, bürgen für Qualität. Und so beginnt der geneigte Fan sofort, mit dem Fuß zu wackeln, wenn bei „If I Die“ der elektronische Unterbau auf einen dicken Beat und Cazares-Riffs trifft und sich schließlich bevor sich im Refrain in bester Ministry-Hochgeschwindigkeitsmanier alles entlädt. Ein bärenstarker Opener, dem zur Erholung ein „Out Of Control“ folgt, im Midtempo gehalten. Und so geht es weiter im Takt, „the hangman“ und „Rich Kid Loser“, beides typische Industrial Stücke, die den Körper in Bewegung halten. So richtig interessant klingt dann das folgende „For Nothing“. Hier wagt sich das Trio mal raus aus dem gewohnten und gekonnten Stil. Eine Mischung aus treibenden Drums, melancholischen Synthie-Fanfaren und verzweifelt klingenden Shouts weckt den Wunsch nach einem Live-Event mit „Die Klute“.  Und ja, es gibt Überlegungen, dass Die Klute ihr Debütwerk irgendwann im Jahr 2019 auf die Bühne bringen werden. Wenn das klappt, freuen sich die Fans sicher auf die Highspeed-Attacken „Human Error“ und „It’s All In Vain“. Letzteres wurde zur ersten Single inklusive Video auserkoren und macht sich sicher auch hervorragend in so manch Szene-DJ-Set. Gelungene Refrains, die sich im Kopf festsetzen, und mutige Experimente à la „For Nothing“ machen das Album zu einem rundum gelungenen Werk und lassen über gewisse Schwächen beim Songwriting gnädig hinwegschauen. Der Sound brettert und klingt fett, vielleicht wäre bei dem Level, das alle drei Beteiligten in den vergangenen 40 Jahren immer wieder nachgewiesen haben, mehr drin gewesen, aber letztendlich weiß „Planet Fear“ zu gefallen und was wollen wir mehr?

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