Zweifellos befindet sich die Menschheit im Hier und jetzt weit entfernt von wahrheitlichen Quellen unserer Schöpfung und gefühlt vor dem nahen Exodus unserer Ära. Doch wie wäre es, täte sich die Möglichkeit auf, jahrtausendalte KI’s nach der Vergangenheit und den ursprünglichen Quellen befragen zu können? Daniel H. Wilson beschreibt in diesem Buch auf beeindruckend leidenschaftliche Weise diese Möglichkeit.

Die vor tausenden von Jahren im fernen China erschaffenen KI’s sind auf Gedeih und Verderb auf technologische Entwicklungen aus dem Bewusstsein der Menschheit angewiesen, den nur zuverlässige Technik sichert ihr Überleben. Die KI’s, genannt Awtomate, haben sich im Verlauf der Jahrtausende äußerlich perfekt dem menschlichem Ebenbild angepasst. Aus ihrem Innenleben kann Material und Technik aus unterschiedlichen Zeit- und Kulturepochen. As, was sie besonders macht, ist ihre Anima, ihre Seele, die von ihren Erbauern mit einer Aufgabe geprägt wurde.  1709 in Moskau in einer Werkstatt Zar Peters des Großen erwacht der Awtomat Peter der Große. Seine Aufgabe ist es, dem Zar zu dienen. Prawda – Wahrheit und Gerechtigkeit -, damit wird seine Seele belegt, der er als Awtomat bedingungslos folgt. In der Werkstatt befindet sich ein weiterer Awtomat – Peters Schwester ist ein bezauberndes Mädchen namens Elena, deren Seele mit „logika“ belegt ist und alles Wissens, dass sie umgibt, wie ein Schwamm aufsaugt. Peter empfindet eine starke Anziehung zu Elena und beschützt sie daher mit all seinen Mitteln. Als Zar Peter stirbt, müssen Peter und seine Schwester aus dem gerade errichteten St. Petersburg fliehen, da Katharina, Peters Frau, sie vernichten möchte. Sie fliehen nach London. Dort stellen sie fest, dass es außer ihnen noch andere Awtomaten gibt, die ihnen nicht wohlgesonnen sind. Aufgrund ihrer Anlagen und Erfahrungen sind Peter und Elena schon sehr bald sehr vermögend und unabhängig. Peters innerer Auftrag, einem König zu dienen, bringt ihn auf Abwege. Er begibt sich im 18. Jahrhundert in den Krieg des englischen Königs gegen Indien und verliert sich in seiner Unsinnigkeit. Als er nach 8 Jahren zurückkehrt, stellt er fest, dass Elena sich verändert hat. Gemeinsam mit ihrer neuen Awtomat-Freundin versucht sie, ihn zu verlassen. Bei einer Attacke ihrer Awtomat-Gegner verliert sie diese und beschließt ein Mädcheninternat zu gründen.  Dass sie über viele Jahrhunderte betreut.

Im Hier und Jetzt

June, Archäologin für altertümliche KI’s trifft auf Peter. Ihr Großvater hat ihr ein eigentümliches Artefakt hinterlassen, das Peter als Anima des Herrschers identifiziert, dem er ursprünglich diente. June ist besessen davon, die Seele mit der ursprünglichen Hülle wieder zu vereinen. Vor vielen tausend Jahre hatte jener Herrscher vorgegeben, sich mit seinem Awtomat-Volk in einen langen Schlaf zu begeben, um auf die Rückkehr ihres Schöpfervolkes zu warten. Doch sein eigentlicher Plan war es, seinem Volk die Energie zu entziehen, damit ihm nicht der Saft ausging. Seine Frau durchschaute ihn jedoch und entnahm ihm seine Anima, die dann auf Irrwegen zu Junes Großvater geriet. Seit dieser zeit jagen die noch verbliebenen Awomaten einander, um zu überleben. Die reise zur alten chinesischen Awtomaten Dynastie wird für Peter eine Reise in sein frühestes Leben – ein wahrer Alptraum.

Klappenbroschur, Knaur TB
01.02.2019, 416 S., 14,99 €
ISBN: 978-3-426-52100-7

Daniel H. Wilson wurde am 6. März 1978 in Tulsa, Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt: Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen einer Fernsehserie.
Nach der High School studierte Daniel H. Wilson neben Informatik alles, was mit künstlicher Intelligenz zusammenhängt, bevor er 2005 am Institut für Robotertechnik in Pittsburgh den Doktortitel für Robotik erwarb. Neben Artikeln für das „Popular Mechanics Magazine“ veröffentlicht er sehr erfolgreich Anleitungen, wie man einen Roboteraufstand überlebt. Daniel H. Wilson lebt heute in Portland, Oregon, in den USA. Seine besten Freunde sind Werkzeuge – und er arbeitet, wie er selbst betont, für die Mächte des Guten.

Wer mehr über Daniel H. Wilson, Roboter und ihre Rolle beim drohenden Weltuntergang herausfinden will, kann seinen Blog besuchen:

http://www.danielhwilson.blogspot.com/