Schräg! Jason Arnopp‘s Debüt vermittelt einen durchdringend, markanten und eigensinnigen Stil, wobei er inhaltlich auch seine Wurzeln zu „Dr. Who“ und „Freitag, der 12.“ Erkennen lässt.

Jack Sparks, Journalist und Buchautor, ist Mitte 30 und zeichnet sich Charakterlich doch eher durch arroganten Egoismus aus. Die Themen seiner Bücher wählt er basierend auf seinen vorherrschenden Bedürfnissen aus Drogensucht, das Leben in einer Gang und als Folgethema möchte er beweisen, dass es nichts Paranormales auf diesem Erdball gibt. Zu diesem Zweck wohnt er einer Teufelsaustreibung in der Kirche eines kleinen italienischen Dorfs bei. Ein erfahrener Exorzist versucht einer 13jährigen den Dämon auszutreiben, was jedoch in einem Desaster endet, bei dem der Priester verletzt und zwei Menschen von dem Mädchen ermordet werden. Trotz der dramatischen Bilder glaubt Jack, es handele sich um einen Fake. Kurz darauf entdeckt er auf seiner Social Media Seite ein Geistervideo, das angeblich von ihm ins Netz gestellt wurde. Um die vermeintlichen Manipulationen aufzudecken, kommt er der Einladung einer Gruppe von Paranormal-Wissenschaftlern nach, die sich in Los Angeles treffen. Die Gruppe möchte ein Experiment aus den 7er Jahren nachstellen, bei dem es gelang, einen Geist zu erschaffen. Während des LA-Aufenthalts ist Jacks Drogenkonsum exorbitant. Koks, Alkohol, Gras und jede Menge Tabletten vernebeln seinen geist so sehr, dass er das regelmäßige Erscheinen des italienischen Mädchens zunächst auf die Drogen zurückführt.  Trotz eindeutiger hinweise auf Paranormalität wehrt sich Jack dagegen, den schließlich will er ja das Gegenteil beweisen. Erst, als während einer Gruppensitzung tatsächlich ein geist erscheint, wandelt sich Jacks Skepsis zu blanker Panik. Außer ihm werden alle Gruppenmitglieder von dem Geist brutal ermordet. Seine Mitbewohnerin und heimliche große Liebe, die ihn überraschend in LA besucht, ist sein rettender Anker. Doch der mordende Geist ist in Jack gefahren und versucht seinen Körper zu besetzen. Als er herausfindet, dass das Geistervideo in den Kellerräumen des Hotels gedreht wurde, in dem er wohnt, gerät Jacks Leben zunehmend aus den Fugen. Er bittet eine australische Dämonenjägerin um Hilfe, die gerade noch verhindern kann, dass er seine Mitbewohnerin, den einzigen Menschen, den er aufrichtig liebt, tötet. Die Dämonenjägerin führt Jack zurück in ein Erlebnis aus seiner Kindheit. Dort begegnete Jack als 5jähriger seinem erwachsenen Selbst. Seitdem versucht er diese Begegnung bekämpfen. Seine große Liebe wird vor seinen Augen von einem Dämon getötet. Gemeinsam mit der Dämonenjägerin begibt sich Jack in besagte Kellerräume des Hotels und lässt dabei exakt das Video entstehen, dass auf seiner Website zu sehen war. Entsetzt stellt er fest, dass der Geist eine verkohlte Version seines Selbst ist. Unvermittelt findet er sich in der Nähe der Kapelle des italienischen Dorfes wieder und zwar zu der zeit der Teufelsaustreibung, der er beiwohnte. Verzweifelt versucht er die Geschehnisse zu verändern, doch letztendlich findet er den angekündigten Feuertod. Doch nicht nur sein Amerikaaufenthalt hinterlässt viele Rätsel.

Klappenbroschur, Knaur HC
400 S., 14,99 €
ISBN: 978- 3-426-22681-0

Jason Arnopp arbeitete als Musikjournalist, bevor er sich dem Drehbuchschreiben zuwandte und an Erfolgsserien wie “Dr. Who” und “Freitag der 13.” mitwirkte. “Die letzten Tage des Jack Sparks” ist sein erster Roman.

www.jasonarnopp.com