In Christopher Husbergs 3. Band der Sphaera-Chroniken kämpfen, wie in der Jetzt-Zeit, alte Zöpfe gegen Reformen und Erneuerungen einer religion deren wirksamste Waffe die Inquisition ist. Die Güte vortäuscht und mit brutaler Gewalt, sowie allen Mitteln ihren Machterhalt gewährleisten will. Husbergs vielschichtige und illustre Charaktere gewinnen auch im 3. Buch eine ungeahnte Tiefe mit einem facettenreichen Hintergrund.

Noth, der Magier, ist verzweifelt. Zwar ist es ihm mit Hilfe seiner Frau Winter gelungen, den Kaiser zu töten, doch die Schlacht um Roden war ein Kampf gegen Dämonen. Die gefallenen Götter sind zurück und sie verheißen nichts Gutes. Winter, so glaubt er, ist in der Schlacht um Roden gefallen. Noth weiß immer noch nicht, wer er wirklich ist. Immer wieder erwacht er in unterschiedlichen Persönlichkeiten, die seine Umgebung plötzlich fremd erscheinen lassen. Die einzigen Konstanten sind Astrid, der Mädchen-Vampir, und das Prophetenpaar Jane und Cruzia, die die alte Religion reformieren möchten und bereits eine große Anhängerschar gewonnen haben. Noth und Astrid beschützen mit all ihrer Macht und die ist nicht unerheblich die neue Bewegung in der alten Religion. Doch auf dem elterlichen Gut des Geschwisterpaars kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen mit meist von den alten Zöpfen gesteuerten Volksstämmen, die die Reformen verhindern wollen. Gleichzeitig erwacht Winter im Kerker des zukünftigen Kaisers in Roden. Winter ist hilflos, denn der Kaiser hat ihre Fähigkeiten blockiert. Er hat sich mit einem der erwachten Dämonen verbündet und sein einziges Ziel ist das Erlangen der Weltmacht. Doch Winter ist zu wichtig, als dass er sie töten könnte. Sie ist die Vorbotin der neuen Prophetin. Er versucht sich mit ihr zu verbünden. Ausgerechnet seine geliebte Tochter erkennt jedoch die Gefahr, die von ihm ausgeht, verbündet sich mit Winter und tötet ihn. Töte, was Du liebst, war der Leitfaden seines Dämons, dem er nun selbst zum Opfer wird. Auch auf dem Elterngut des Prophetenpaares entwirren sich allmählich die Rätsel. Noth hat mit der Hilfe einiger Cimanten, die allerdings aus dem gegnerischen Lager stammten, seine zahlreichen Identitäten lokalisieren und ordnen können und sich dabei selbst entdeckt. Auch Astrid, der kleine Vampir, nimmt endlich Rache an dem Menschen, der ihr, Jahrhunderte andauerndes, Leben zur Qual gemacht hat. Winter kehrt endlich zurück in ihre Heimat. Der Ort an dem sie Noth heiratete und das Chaos für sie begann, nachdem sie beschloss, ihm nach seinem Verschwinden zu folgen. Es war nicht nur eine Reise durch Chaos und Verderben, sondern auch eine Reise zu sich selbst.

Klappenbroschur, Knaur TB
688 S., 14,99 €
ISBN: 978-3-426-51922-6

Christopher B. Husberg lebt in Utah und verbringt seine Zeit lesend, schreibend, spielend und wandernd und am liebsten mit seiner Familie. Wäre er nicht Autor geworden, würde er wohl immer noch an der Universität unterrichten und all seine Vorlesungen mit Zitaten aus „Buffy” bereichern.