Krass! Dabei habe ich tatsächlich geglaubt, diesmal den Ausgang der Geschichte vorauszusehen. Nein, ok, ich sehe es ein. Über so viele Ecken, über die Fitzek seine Stories konstruiert, kann kein Mensch denken. Deshalb findet seine Danksagung (verdientermaßen) auch für ihn fixiert in einer Gummizelle statt. Denn diese Geschichte ist in gewohnter Fitzek-Manier, ganz schön fies krank und genial.

Max Berkhoff, sechs Jahre alt, Sohn des Feuerwehrmanns Till und seiner Frau Ricarda verschwindet an einem kalten, dunklen Winterabend spurlos. Er wollte nur kurz der Nachbarin sein neues Legokunstwerk zeigen und kam nie dort an. In Berlin treibt das sadistische Ungeheuer, der Serienkiller Tramnitz sein Unwesen. Und so glauben nicht nur die Eltern, sondern auch der Rest der Welt, dass Max auch ihm zum Opfer fiel. Tramnitz wird kurz nach dem Verschwinden von Max gefasst. Er gesteht die meisten Morde, doch zu Max schweigt er beharrlich. Tramnitz wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er, weil er angibt, die taten von einer Stimme gesteuert, verübt zu haben, in einer Hochsicherheits-Psychiatrie in Berlin verbüßt. Die Presse verfolgt sowohl das Leben des Serienkillers in der Psychiatrie, als auch das Zerrütten der ehe der Berkhoffs akribisch und berichtet ausführlich darüber. So wird auch über einen, an einer verstopften Arterie leidenden, Tramnitz getatscht, die in einem an die Psychiatrie angeschlossenen Krankenhaus behandelt werden soll. Der Chirurg, der die Operation vornimmt, ist ein auch aus der Regenbogenpresse bekannter Alkoholiker, der wegen seiner Sucht durch berufliche Fehltritte bekannt ist. So, und nun wird es wirklich kompliziert.

Till Berkhoff nimmt die Identität eines durchgeknallten Mathematikers an, der in seinem Mathe-Tunnelblick vergaß, seinen zweijährigen Sohn in der Kita abzugeben und in bei sengender Hitze im Auto hat grillen lassen, der Sohn starb. Sein Name ist Winter, er übergießt sich wegen seiner Schuld mit Benzin und zündet sich an. Er wird gerettet und mithilfe von Berkhoffs Schwager, der als Kripobeamter an Max Verschwinden arbeitet, in die Psychiatrie eingeliefert, in der Tramnitz einsitzt. Sein Ziel ist nicht nur die Wahrheit über Max Verschwinden zu erfahren, sondern letztendlich auch Rache. Berkhoff geht durch die Hölle. Doch letztendlich gelingt es ihm, zu Tramnitz Kontakt aufzunehmen und er bekommt die erhofften Informationen. Doch es ist nicht das, was er erwartet hat, denn Tramnitu behauptet, Max würde möglicherweise noch leben. Er wisse, wo Max sei. Ausgerechnet mit Hilfe des versoffenen Chirugen gelingt ihnen die Flucht aus der geschlossenen Psychiatrie. Tramnit Weg zu Max wird von Leichen gepflastert. Doch die Wahrheit um Berkhoff, Winter und Max ist tatsächlich Dynamit.

Hardcover, Droemer HC
384 S., 22,99 €
ISBN: 978-3-426-28153-6

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“ (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

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