Es ist jetzt zwei Jahre her, dass ich Nicole über das Netz entdeckte, Kontakt über LinkedIn/Facebook und Austausch online, es folgte der erste Beitrag über sie und ihre aktuelle CD „Colours“ und von Anbeginn faszinierte mich die Qualität und Intensität ihres Spiels. Nun liegt mit „Henry“ ein neues Werk von ihr vor, dass meine Eindrücke von vor zwei Jahren eindrucksvoll bestätigt

Nicole studierte in Mannheim Saxophon und Komposition in Jazz/Popularmusik und lebt seit 2005 als freischaffende Musikerin in Zürich. „Jazz gespielt, als ob ihr Leben davon abhinge“, „…sie lebt die Musik.“, „Starke Rhythmen, überraschende Effekte, gekonnte Akzente“, „Energetische Kaskaden“ – das sind und waren nur einige Beschreibungen aus Presseberichten über Nicole Johänntgen (35), die ich hier nur unterstreichen kann. Im saarländischen Fischbach aufgewachsen, begann Nicole mit 6 Jahren Klavier zu spielen und griff einige Jahre später zum Saxophon. In der Joe Fuchs Band ihres Vaters sammelte sie ihre ersten Bühnenerfahrungen und spielte ebenso im Jugend Jazz Orchester des Saarlandes. Das intensive, ausdrucksstarke Saxophonspiel von Nicole bestimmt die Dramaturgie der neuen CD „Henry“. Mal leise flüsternd, mal explosiv mit gelegentlichen wilden Ausflügen in die Improvisation zieht es sich als roter Faden durch die grandiose Produktion.

Für die Aufnahmen reiste die saarländische Saxofonistin nach New Orleans. Nun kommen ihre drei Musiker aus «Big Easy» nach Deutschland. Mit Jon Ramm (Posaune), Steven Glenn (Sousafon) und Paul Thibodeaux (Schlagzeug) lässt die Musikerin den New-Orleans-Jazz neu aufleben.

HENRY groovt und rumpelt, pustet und schmettert vom New-Orleans-Jazz inspiriert. Seit 22 Jahren steht die in Zürich lebende Saxophonistin Nicole Johänntgen auf der Bühne und spielt den Jazz mit Herzblut. Erst kürzlich verbrachte sie ein halbes Jahr in New York. Dort komponierte sie Musikstücke, die sie in New Orleans in der Besetzung Sousaphon, Posaune, Schlagzeug und Saxophon aufgenommen hat. Nicole Johänntgen hat ihre Mitmusiker, die allesamt in New Orleans leben, über gemeinsame Bekannte kennengelernt. Zum Zusammenspiel mit dem Sousaphon inspirierte der amerikanische Saxophonist Arthur Blythe, der in den Neunzigerjahren mit Tuba, Conga und Cello auf sich aufmerksam machte. Eine weitere Inspirationsquelle findet sich in der Familie. Nicole Johänntgens Vater Heinrich „Henry“ Johänntgen spielte zu ihren Schulzeiten in den frühen Morgenstunden die Posaune als Weckruf, dass es Zeit ist aufzustehen. „Henry“ ist eine Hommage an ihre Familie.
Der fulminante und legendäre „Second Line“-Schlagzeug-Groove von New Orleans trifft auf das pumpende Sousaphon, die den Bassbereich bedient und den harmonischen Boden legt für feurige Improvisationen zwischen Posaune und Saxophon. Für mich eine absolute Ausnahmeproduktion in diesem Genre, für Freunde des Jazz ist Nicoles „Henry“ ein must have! Und wer sie live erleben möchte, sie tourt Anfang Juni mit der „New Orleans Besetzung“ in Deutschland und der Schweiz.

Tourdaten

Nicole Johänntgen mit HENRY

01.06.2017 Bern (CH), BeJazz

02.06.2017 Bielefeld, Jazzclub

03.06.2017 Düsseldorf, Jazzralley

04.06.2017 Frankfurt/Main, Jazzkeller

05.06.2017 Pforzheim, Domicile

06.06.2017 Saarbrücken, Kunstwerk

08.06.2017 Zürich (CH), Villa

09.06.2017 Lörrach, Jazztone

10.06.2017 Bad Wildungen, Jazzfestival

11.06.2017 Syke, Jazz Folk Bike Festival

14.06.2017 Zürich (CH), JazzBaragge

18.06.2017 Worms, Volksbank-Bühne auf dem Weckerlingplatz

https://www.youtube.com/watch?v=HY4PQT2C9UE

https://www.nicolejohaenntgen.com/

https://www.facebook.com/NicoleJohaenntgen/