Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn sich zwei Haudegen des Blues zusammentun und gemeinsam ins Studio gehen? Richtig – eine gute Scheibe. Jetzt brauch ich eigentlich nur die Daten anzugeben und schon wäre das Wichtigste erledigt. Aber ich weiß, ihr wollt mehr, auch ein wenig Hintergrund …

Nun Gut, fangen wir mit Blind Dog Meyer an, den ich nun schon seit längerem als eifrigen Protagonisten des Blues kenne und der immerhin in diesem Jahr sein 15-jähriges Bühnenleben feiern konnte. Und diese Bühnenpräsenz führte ihn mit einigen Größen der Bluesmusik zusammen, wie beispielsweise Lousiana Red, Big Daddy Wilson oder der Bluescompany. Zuletzt teilte er sich gar die Bühne mit einem der wirklich begnadeten deutschen Gitarristen, Klaus Major Heuser, mit dem ich immerhin in einer Band an der Realschule spielte. Er interpretiert mit unverkennbarer Stimme sowie markantem Harp-Spiel seit Jahren den Blues in einem ganz eigenen abwechslungsreichen Sound und Stil. Und nun trifft er also auf Dr. Slide an der Gitarre, ein kantiges Urgestein des Blues im immer tadellos sitzendem Anzug, der 20 Jahre an den Quellen des Blues in Mississippi und dem amerikanischen Süden verbracht hat. Dort hatte er dann das Vergnügen mit internationalen Blues-Größen wie beispielsweise John Lee Hooker, Bo Diddley, Luther Allison und Johnny Winter aufzutreten.

Und das Zusammenwirken der beiden Blueser funktioniert hervorragend, aus der Zusammenarbeit ist ein durchgängig überzeugendes Album herausgekommen, dass durchaus im Mississippi – Delta hätte entstanden sein können, der Gesang ist schwarz, die Musik kitzelt am Gefühl und lässt den Zuhörer mitempfinden. Die Musik geht sozusagen unter die Haut. Mit ihrer unbändigen Energie und einem herrlich schrägen Sinn für Humor – ohne dabei die spirituelle Seite des Lebens zu vernachlässigen – ziehen sie mit Sicherheit nicht nur mich in ihren Bann. Sie leben für und durch ihre Musik, gespielt aus vollem Herzen und tiefster Seele, malen Lebensgeschichten in ganz eigenen, echten Farben.

Und auch live funktioniert es hervorragend – Kinnladen fallen herunter, wenn Dr. Slide verschiedene Gitarren und selbst gebaute Instrumente virtuos und souverän, als gäbe es nichts Leichteres auf dieser Welt, hinter dem Kopf spielt, über Tisch und Stühle balancierend oder einfach nur durch die Reihen spazierend, um seinem Publikum ganz nah zu sein. Blind Dog Mayer immer souverän an seiner Seite.   Nach etlichen Zugaben entlassen sie ihre Zuhörer verzaubert, mit einem Gefühl neuer Lebendigkeit, Kraft und Glückseligkeit in diese schöne Welt.

Und was mir besonders gefallen hat, die First Takes wurden in einem Take aufgenommen, ohne Effekte und Schnick-Schnack, einfach gerade heraus.Von mir auf jeden Fall eine dicke Empfehlung für alle die den Blues klar und schnörkellos aber voller Energie lieben

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